HAUT

Dermatologie, Allergologie, Kosmetologie
HAUT hält den Dermatologen auf dem Laufenden. Die Fachzeitschrift unter der Schriftleitung von Frau Prof. Dr. Maria Zabel, Recklinghausen, veröffentlicht aktuelle Beiträge aus Dermatologie, Allergologie, Ästhetik und Kosmetologie.
Außerdem referieren Dermatologen aus aller Welt in HAUT über ihre Arbeiten – von kompetenten Medizinredakteuren ins Deutsche übersetzt. In jeder Ausgabe geben namhafte Experten Abrechnungstipps zu EBM, GOÄ und IGeL. Auch rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte sowie wichtige Fragen zu Versicherungen werden erörtert. Neuigkeiten aus der pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik runden das Informationsangebot ab. HAUT ist in EMBASE/Excerpta Medica gelistet.
Aktuelle wissenschaftliche Leitartikel (6/2008)
Nahrungsmittel als Provokationsfaktoren des atopischen Ekzems
Die atopische Dermatitis (AD) ist eine multifaktorielle Erkrankung und Nahrungsmittel werden häufig als Trigger-faktor vermutet. Jedoch ist eine mittels Provokations-testung nachgewiesene Nahrungsmittelunverträglichkeit in der Praxis eher selten. Bei Kindern können vor allem die so genannten klassischen Nahrungsmittelallergene wie Milch- und Hühnereiweiß bedeutsam sein, während bei Erwachsenen pollenassoziierte Nahrungs-mittelallergien und Intoleranzreaktionen vorkommen können.
Eine Prüfung der klinischen Relevanz mittels doppelblinder placebokontrollierter Provo-
kationstestung ist der goldene Standard zum Nachweis einer Nahrungsmittelunverträglichkeit als Triggerfaktor für die AD.
Psychokosmetologie
Der Wunsch nach einer kosmetischen Operation beruht immer auf einer emotionalen/psychosozialen Motivation. Besonders bei Vorliegen einer psychischen Störung können Patienten mögliche Risiken und Komplikationen der Verfahren verdrängen oder Neben- und Wechsel-wirkungen leugnen. Subjektive Körperbildstörungen, Minderwertigkeitsgefühle und Soziophobien können dabei im Hintergrund somatisierter Beschwerden stehen. Diese psychischen Störungen wie körperdysmorphe Störung, schwere Persönlichkeitsstörungen oder Operationssucht bleiben oft unentdeckt und sollten im gesamten Bereich der Wunschbehandlungen ausgeschlossen werden.



