Ästhetische Eingriffe am Nagelorgan dienen in erster Linie der Verschönerung eines kosmetisch unbefriedigenden Nagels. Diese Möglichkeiten sind jedoch relativ begrenzt, da sich Nageleigenschaften wie weiche Nägel, fehlender Glanz oder Brüchigkeit nicht chirurgisch verbessern lassen; insbesondere führt die nicht indizierte Nagelextraktion oft eher zur Verschlechterung. Formanomalien und Traumafolgen wie Racketnägel oder Spaltnägel sind hingegen operierbar. Am wichtigsten ist jedoch, grundsätzlich alle Nageloperationen nach kosmetisch-chirurgischen Gesichtspunkten durchzuführen und somit postoperativen Nageldystrophien vorzubeugen.
HAUT
Dermatologie, Allergologie, Kosmetologie
HAUT hält den Dermatologen auf dem Laufenden. Die Fachzeitschrift unter der Schriftleitung von Frau Prof. Dr. Maria Zabel, Recklinghausen, veröffentlicht aktuelle Beiträge aus Dermatologie, Allergologie, Ästhetik und Kosmetologie.
Außerdem referieren Dermatologen aus aller Welt in HAUT über ihre Arbeiten – von kompetenten Medizinredakteuren ins Deutsche übersetzt. In jeder Ausgabe geben namhafte Experten Abrechnungstipps zu EBM, GOÄ und IGeL. Auch rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte sowie wichtige Fragen zu Versicherungen werden erörtert. Neuigkeiten aus der pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik runden das Informationsangebot ab. HAUT ist in EMBASE/Excerpta Medica gelistet.
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Aktuelle wissenschaftliche Leitartikel (03/2010)
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Ästhetische Nagelchirurgie
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Infantile Hämangiome und andere kongenitale vaskuläre Tumoren des Säuglings- und Kleinkindesalters (Teil 3)
Für oberflächliche rein intrakutane Frühstadien der infantilen Hämangiome mit einer Dicke von weniger 3 mm ist der Farbstofflaser eine wichtige Behandlungsoption, da mit ihm auch großflächige infantile Hämangiome behandelt werden können und mit geeigneten Kühlverfahren eine Epithelverletzung vermieden werden kann. Er versagt aber bei allen dickeren und vor allem den subkutanen Hämangiomen. Diese werden mit dem cw-Nd:YAG Laser entweder transkutan mit Eiswürfelkühlung oder mukosal in Impressionstechnik behandelt. Damit sind Hämangiome mit einer Schichtdicke von bis zu 30 mm sicher, ohne Oberflächenverbrennung einer Therapie zugängig. Voluminösere oder primär tief subkutan gelegene Hämangiome werden nach Farbduplexsonographie gesteuerter Punktion interstitiell behandelt. Insbesondere subglottische und tracheale Hämangiome können endoskopisch so rechtzeitig behandelt werden, dass eine Tracheotomie verhindert werden kann. Jedoch ist bei diesen Hämangiomen, genauso wie bei ausdehnten periorbitalen Hämangiomen immer eine adjuvante kurzzeitige Hochdosis-Prednisolon-Therapie erforderlich.
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Multiple Hauttumoren an sonnenexponierten Stellen bei einem Weinbergarbeiter nach Arsenexposition: Immer nur BK 1108?
Wir berichten über einen 87-jährigen Weinbergarbeiter mit multiplen Basaliomen und aktinischen Keratosen, der jahrelang sowohl arsenhaltigen Schädlingsbekämpfungsmitteln als auch einer hohen UV-Exposition ausgesetzt war. Er habe oft mit freiem Oberkörper gearbeitet und berichtete über die Einnahme von dem damals üblichen „Haustrunk“. Auf das Tragen adäquater Schutzkleidung sowie die Anwendung von Lichtschutzpräparaten wurde zu dieser Zeit nicht geachtet. Erstmalig kam es im Alter von 60 Jahren zum Auftreten eines Basalioms im Bereich der rechten Ohrhelix, welches lediglich durch selbige Amputation entfernt werden konnte. Im Verlauf haben sich multiple (>30) rezidivierende Basaliomen und aktinischen Keratosen sowohl an sonnenexponierter als auch an nicht lichtexponierter Haut gebildet.
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Endovenöse Therapien von Varizen der unteren Extremitäten: eine Meta-Analyse
Eine Veneninsuffizienz der unteren Extremitäten tritt bei rund 15 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen auf (1,2). Die Therapie von Varizen reduziert die Symptome und die Komplikationsrate der Veneninsuffizienz. Der übliche Goldstandard in der Behandlung von Saphena-Varizen besteht im Stripping mit oder ohne hohe Ligatur. Die chirurgische Behandlung von Varizen erfolgt in der Regel unter Vollnarkose oder Epiduralanästhesie und kann mit neurologischen Schäden (3,4), Narben und postoperativem Schmerz assoziiert sein.
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Therapieoptionen beim fortgeschrittenen Melanom 2010
Verschiedene Therapiekombinationen wurden in den letzten Jahren bei Patienten mit fortgeschrittenen Melanomen im Rahmen klinischer Studien geprüft, ohne dass sich der Therapiestandard über die letzten drei Jahrzehnte geändert hätte. Sowohl die mediane als auch die Fünfjahresüberlebensrate für Melanompatienten mit metasierender Erkrankung verbleibt allerdings weiterhin enttäuschend niedrig. Jetzt steht mit dem CTLA4-Antikörper, Ipilimumab, erstmals eine immunmodulierende Substanz kurz vor der Zulassung beim metastasierten Melanom aufgrund seiner lebensverlängernden Wirkung. Derzeit herrscht sehr großer Optimismus, dass insbesondere durch Therapieansätze mit hoher Spezifität für die treibenden, onkogenen Veränderungen zum Beispiel mit PLX-4032 bei Patienten mit BRAFV600E Mutationen oder durch den gezielten Einsatz von Imatinib/Sunitinib/Dasatini /Nilotinib bei Patienten mit c-Kit mutierten Melanomen, der klinische Verlauf deutlich verändert werden kann. Insofern werden die nächsten Jahre zeigen, ob es gelingt, erstmals einen deutlichen therapeutischen Fortschritt bei dieser tödlichen Erkrankung zu erzielen.
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Eine echte therapeutische Herausforderung
Die chronische Wunde ist meist kein lokales Problem, sondern muss als Ausdruck einer komplexen gesundheitlichen Störung betrachtet werden. Häufigste Ursachen für Wundheilungsstörungen sind eine verminderte Perfusion durch venöse und arterielle Gefäßleiden, Störungen des Lymphabflusses und/oder lokale Druckeinwirkung. Die sachgerechte Beurteilung der Wunde, vor allem bezüglich der Wundphase und die daraus erfolgende phasengerechte Versorgung der Wunde mit regelmäßiger Dokumentation wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus.
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Biologika in der Dermatologie
Die Entwicklung der Biologika brachte eine Revolution in der systemischen Psoriasis-Behandlung. Bei Wirkungslosigkeit oder schlechter Verträglichkeit von mindestens zwei Allgemein-Therapien bleibt in schweren Fällen keine andere Therapie, nur bei einer Nagel-Psoriasis sollte sich der Arzt vergleichsweise rasch zu einem Biologikum entschließen. Welches Biologikum in welchen Zyklen über wie viele Wochen gegeben werden soll, hängt im Einzelfall von der Erfahrung und den Möglichkeiten des Arztes ab. Voruntersuchungen sind ebenso unabdingbar wie laufende Kontrollen. Auf unerwünschte Wirkungen ist genau zu achten. Dem Psoriatiker bringen die Biologika einen raschen Wirkungseintritt bei meist einfacher und wenig belastender Therapie. Biologika wurden außer bei Psoriasis vulgaris auch bei anderen Dermatosen versucht wie zum Beispiel beim Lichen ruber planus, bei der Retikulohistiozytose, bei der Neurodermitis, bei verschiedenen bullösen Hauterkrankungen und bei Plattenepithelkarzinomen.