Lymphologie in Forschung und Praxis

Der Komplexität der funktionellen Abläufe, die mit dem Begriff der Lymphologie verbunden sind, wird in Lymphologie in Forschung und Praxis Rechnung getragen. Es wird deutlich, dass die Lymphologie keineswegs ausschließlich mit der Diagnostik und Therapie von Lymphödemen gleichzusetzen, sondern als fachübergreifende Disziplin zu verstehen ist. Unter der Schriftleitung von Prof. Dr. Jörg Wilting, Göttingen, bietet die Zeitschrift umfassende Analysen und aktuelle Diskussionen, die dem interessierten Mediziner und Physiotherapeuten neue Erkenntnisse und Perspektiven aus Forschung, Klinik und Praxis vermitteln. Zu den Autoren zählen neben Ärzten auch Physiotherapeuten und Bandagisten. Die Zeitschrift Lymphologie in Forschung und Praxis ist das offizielle Organ der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie (DGL), der Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL), der Gesellschaft für manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder und sonstige lymphologische Therapien e. V. (Österreich) (GfMLV) und des Berufsverbandes der Lymphologen (BVL). Die Zeitschrift ist im EMBASE/Excerpta Medica gelistet.

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Aktuelle wissenschaftliche Leitartikel (02/2011)

  • Eine Betrachtung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses bei der Therapie zur Ödemreduzierung

    An drei Beispielen, die in der Praxis häufig beobachtet werden können, wird das Verhältnis zwischen unterschiedlich hohem Kosteneinsatz und dem sich daraus ergebenden Nutzen bei der Lymphödem-Therapie mittels Komplexer Physikalischer Entstauungstherapie (KPE)aufgezeigt.

  • Apparative Diagnostik des Lymphgefäßsystems im Wandel der Zeit

    Apparative Untersuchungen des Lymphgefäßsystems sind seit der Entwicklung einer klinisch brauchbaren Methode zur radiologischen Darstellung von Lymphgefäßen fester Bestandteil lymphologischer Untersuchungen. Bisher wurden wasserlösliche und ölige jodhaltige Kontrastmittel sowie fluoreszierende und radioaktive Substanzen zur Diagnostik von Lymphgefäßen/-knoten eingesetzt. Eine Kombination von öligem Kontrastmittel und radioaktivem Phosphor  ermöglichte darüber hinaus auch eine therapeutische Anwendung der Methodebei malignen Lymphknotenerkrankungen.

  • Lymphgefäßtransplantation mit Anastomosierung der Transplantate an regionale Lymphknoten zur Therapie von Lymphödemen

    Bei der mikrochirurgischen Therapie obstruktiver Lymphödeme werden Lymphbahntransplantate (Kollektoren) eingesetzt, um die Lymphbahnkontinuität wiederherzustellen. Diese Transplantate werden üblicherweise proximal der Obstruktion mikrochirurgisch an regionale Lymphkollektoren angeschlossen.

  • Lymphnetze – goldener Schlüssel für die ambulante lymphologische Versorgung

    Bereits in der Mitte der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts verdeutlichte sich, dass die entödematisierende Phase der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) unter ambulanten Bedingungen nur sehr selten umgesetzt wurde. Der Mangel an lymphkompetenten ärztlichen Verordnungen und die damals meist nicht lymphologisch geschulten Sanitätshäuser setzten dem weitergebildeten Lymphtherapeuten sehr enge therapeutische Grenzen.

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