Hypertrophe Narben und Narbenkontrakturen bilden sich vor allem über Gelenken und nach Traumata mit starker inflammatorischer Begleitreaktion. Myofibroblasten sind sowohl für die normale als auch für die übersteigerte Wundkontraktion und Narbenbildung verantwortlich. Stimuliert durch Transforming Growth Factor-β (TGF-β) und die Matrixspannung entstehen Myofibroblasten aus Wundrand-ständigen Fibroblasten. Matrix-Metalloproteinasen (MMP), z.B. Kollagenasen, Gelatinasen, etc., erleichtern die keratinozytäre Migration bei der Hautwundheilung und tragen zur Narbenbildung bei. In vorausgegangenen Versuchen zeigte sich überraschenderweise, dass die systemische Behandlung von Vollhautwunden mit synthetischen MMP-Inhibitoren neben der Zellmigration auch die Wundkontraktion blockierte.
vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen
vasomed ist die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen. Die aktuellen Originalarbeiten aus Phlebologie, Angiologie, Lymphologie und Wundheilung geben dem Leser einen umfassenden Einblick in die neuesten Entwicklungen. Unter den Autoren sind regelmäßig namhafte Experten der Gefäßmedizin. Schriftleiter Professor Eberhard Rabe, Bonn, ist Präsident der Deutschen und der Internationalen Gesellschaft für Phlebologie. vasomed blickt über den Tellerrand – internationale Autoren referieren hier über ihre Arbeiten. In den Kongressausgaben der vasomed stellen ausgewählte Referenten ihre Vorträge vor. Abgerundet wird das Informationsangebot mit Neuigkeiten aus der pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik. vasomed ist in EMBASE/Excerpta Medica gelistet.
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Aktuelle wissenschaftliche Leitartikel (04/2010)
Kongress
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Einsatzmöglichkeiten von synthetischen Matrix- Metalloproteinase-Inhibitoren zur Prävention von Narbenkontrakturen
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Aktuelles aus der ambulanten Lymphologie
Durch das von Lymphologic® med. Weiterbildung seit 1999 organisierte Curriculum Lymphologie (drei Wochenenden, 51 Fortbildungspunkte) wurden bis heute über 300 Ärzte/Ärztinnen mit dem Schwerpunkt Lymphologie in der Ambulanz fortgebildet. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie (DGL) und der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (DGfW) hat die intensive Fortbildung dazu geführt, dass in über 50 Regionen Deutschlands ambulante Netzwerke zwischen dem verordnenden Arzt, dem spezialisierten Physiotherapeuten und den lymphkompetenten Kompressionsversorgern (Sanitätshäuser) gegründet wurden. Diese zeichnen sich durch eine fachklinikähnliche Konzeption der Zusammenarbeit aus, die eine Entstauungsphase auch unter ambulanten Bedingungen ermöglicht.
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Die Transplantation von ex-vivo-expandierten hämatopoetischen Progenitorzellen verbessert die dermale Wundheilung über parakrine Mechanismen
Wundheilung ist ein komplexer Prozess, der aus der Interaktion von verschiedenen Zelltypen im Wundgewebe, wie beispielsweise Entzündungszellen, Fibroblasten, Keratinozyten und Endothelzellen besteht (1). Diese Zellen induzieren ihre Wirkung zelltypspezifisch durch die Freisetzung von Zytokinen und Wachstumsfaktoren, um Entzündungsreaktion, Angiogenese und Gewebe-Remodeling auszulösen (2, 3). Im frühen Stadium der Wundheilung spielen Monozyten und Makrophagen eine wichtige Rolle, durch die Phagozytierung und die Sekretion einer großen Zahl von Zytokinen und Wachstumsfaktoren induziert werden. Dadurch kommt es zur Fibroblasten-Migration, Proliferation und anschließender Kollagensynthese (4).
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Diabetischer Fuß: Methoden der Druckentlastung
Eine effektive Druckentlastung ist der wichtigste Bestandteil der Therapie des Diabetischen Fußulkus. Das typische neuropathische Plantar- oder Zehenulkus ist durch pathologische Druck- und Scherkräfte entstanden und kann nur zur Abheilung gebracht werden, wenn diese Auslöser beseitigt werden. Die Läsionen können prinzipiell effektiv entlastet werden, wenn durch einen „Vorfußentlastungsschuh“ der Kontakt des Vorfußes mit der Unterlage verhindert wird. Das setzt aber voraus, dass der Patient beim Gehen auf das Abrollen verzichtet und nur noch „stapft“. Wegen des vollständigen Wahrnehmungsverlustes im Rahmen der Polyneuropathie ist der Patient aber genau dazu nicht in der Lage.
Abrechnungstipp
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GOÄ: „Sparversicherte“ Privatpatienten
Bei basistarifversicherten Privatpatienten gelten seit dem 10.04.2010 neue Gebührensätze. Daneben gibt es aber auch noch Standardtarifversicherte, für die sich nichts ändert.
Erstmals 1992 wurden in die PKV gesetzlich begründete „Spartarife“ eingeführt (Standardtarif im Gesundheitsstrukturgesetz). Mit dem GKV-Gesundheitsreformgesetz wurde dann der § 5b in die GOÄ eingeführt und die Ärzte verpflichtet, bei Standardtarifversicherten nach dessen Faktoren abzurechnen.
Aus der Literatur (Lymphödem)
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Zeitverlauf der Progression des milden Armlymphödems nach brusterhaltender Therapie bei Brustkrebs im frühen Stadium
Das Armlymphödem stellt eine signifikante Spätkomplikation der Brustkrebstherapie dar. Das Ziel dieser retrospektiven Studie war es, den Zeitverlauf der Progression eines milden Armlymphödems zu beschreiben sowie den Einfluss potenzieller Risikofaktoren, den diese auf die Entwicklung des Lymphödems nach der brusterhaltenden Therapie beim Mammakarzinom haben.
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Time-course of Mild Arm Lymphedema after Breast Conservation Treatment for Early Stage Breast Cancer
Englischer original Text (deutscher Titel: Zeitverlauf der Progression des milden Armlymphödems nach brusterhaltender Therapie bei Brustkrebs im frühen Stadium)
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Primäres Lymphödem und lymphatische Malformationen: Sind sie die zwei Seiten einer Münze?
Die meisten primären Lymphödeme zeigen die klinischen Anzeichen eines defekten Lymphsystems durch eine trunkuläre lymphatische Malformation (LM). Die trunkuläre LM ist einer der LMs, die durch eine Fehlentwicklung während der „späteren“ Phase der Lymphangiogenese entsteht. Ergebnis ist eine defektes Lymphtransportsystem, das die Lymphkanäle und die Lymphknoten betrifft mit Aplasie, Hypoplasie und numerischen Hyperplasien und Dilatationen (Lymphangiektasien) mit valvulärer Inkompetenz. Trunkuläre LMs kommen meist allein als eine unabhängige Läsion vor, aber selten treten sie nicht nur gemeinsam mit extratrunkulären LMs auf, sondern auch mit anderen Arten angeborener Gefäßmissbildungen (CVMs). Diese Kombination ist als Klippel-Trenaunay-Syndrom bekannt.
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Primary Lymphoedema and Lymphatic Malformation: Are they the Two Sides of the Same Coin?
Englischer original Text (deutscher Titel: Primäres Lymphödem und lymphatische Malformationen: Sind sie die zwei Seiten einer Münze?)
Originalarbeiten
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Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) für die Wundheilung
Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) ist eine spezielle Form der Wärmestrahlung mit hohem Penetrationsvermögen ins Gewebe bei geringer thermischer Oberflächenbelastung. wIRA entspricht dem Großteil der Sonnenwärmestrahlung, die in gemäßigten Klimazonen die
Erdoberfläche wasserdampfgefiltert erreicht. wIRA steigert die drei energetisch für die Wundheilung wichtigen Faktoren Temperatur, Sauerstoffpartialdruck und Durchblutung im Gewebe. wIRA mindert Schmerzen, Entzündung und Wundsekretion. Entsprechend kann wIRA sehr gut zur Verbesserung der Wundheilung bei akuten und chronischen Wunden eingesetzt werden. -
Einfluss der systemischen Dehydratation auf Hauttransplantationen
Schwerbrandverletzte benötigen initial hohe Infusionsvolumina zur Aufrechterhaltung der Gewebeperfusion. Anschließend muss das zirkulierende Volumen wieder normalisiert werden. Hierbei können ausgeprägte Elektrolytverschiebungen auftreten. Diese Studie untersucht retrospektiv den Einfluss der Hypernatriämie – als Zeichen der systemischen Dehydratation – auf das Einheilen von Spalthauttransplantaten. 40 Patienten konnten in die Analyse eingeschlossen werden. Bei 15 Patienten konnte eine Hypernatriämie nachgewiesen werden. In der statistischen Analyse zeigte sich, dass die Patienten mit einer Hypernatriämie signifikant häufiger erneute Spalthauttransplantationen (p=0,001) benötigten als normonatriäme Patienten. Wir schlussfolgern, dass eine systemische Dehydratation – respektive eine Hypernatriämie – einen negativen Effekt auf das Einheilen von Spalthauttransplantaten haben kann. Daher sollte präoperativ ein ausgeglichener Volumenstatus angestrebt werden.
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Kompression nach Verödungsbehandlung – muss das sein?
Ein medizinischer Kompressionsstrumpf (MKS) der Kompressionsklasse 2 (KKl 2)
war in der Nachbehandlung nach Verödungstherapie signifikant wirksamer (und kostengünstiger) als Kompressionsverbände. Die Kombination eines Crêpe-Kompressionsverbands mit einem kräftigen MKS (40 mmHg) war nicht wirksamer
als der Kompressionsstrumpf allein. Eine gut wirksame Behandlungsdauer lag zwischen drei und sechs Wochen (eine längere Dauer wurde allerdings nicht geprüft). Es bestand eine enge Korrelation zwischen Dauer der Kompressionsbehandlung (ein bis drei Wochen) und dem Behandlungserfolg. Bei Besenreiser- und retikulären Varizen waren besonders MKS der KKl 1 (20–30 mmHg), bei größerkalibrigen Varizen der KKl 2 (bis 40 mmHg) eingesetzt worden. Wenn auch noch manche Fragen offen sind, kann doch festgehalten werden, dass die Nachbehandlung mit MKS nach einer Verödungsbehandlung das Behandlungsergebnis überzeugend verbessert ohne relevante Risiken. Die Behandlung mit MKS nach Sklerotherapie sollte demnach sein (gut dokumentierter, hoher Empfehlungsgrad), und der Patient sollte in diesem Sinne aufgeklärt werden. Bezüglich der Nachbehandlung mit MKS nach Schaumverödung einer Stammvenenvarikose kann noch kein abschließendes Urteil abgegeben werden. -
Die chronische Wunde - Eine echte therapeutische Herausforderung
Die chronische Wunde ist meist kein lokales Problem, sondern muss als Ausdruck einer komplexen gesundheitlichen Störung betrachtet werden. Häufigste Ursachen für Wundheilungsstörungen sind eine verminderte Perfusion durch venöse und arterielle Gefäßleiden, Störungen des Lymphabflusses und/oder lokale Druckeinwirkung. Die sachgerechte Beurteilung der Wunde, vor allem bezüglich der Wundphase, und die daraus erfolgende phasengerechte Versorgung der Wunde mit regelmäßiger Dokumentation wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus.
Fortbildung
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Vaskulitis - 2. Teil
Als Sjögren-Syndrom bezeichnet man eine selten diagnostizierte chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung der exokrinen Drüsen. Das Sjögren-Syndrom ist, nach der rheumatoiden Arthritis, in seiner primären und sekundären Form die zweithäufigste entzündliche Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Die Häufigkeit des Sjögren-Syndroms in der europäischen Bevölkerung über 50 Jahre wird mit etwa 1–3 % angegeben. Frauen sind circa neunmal häufiger betroffen als Männer. Kasuistisch sind auch Manifestationen bei Kindern beschrieben worden.
Die CME-Zertifizierung ist in der Zeitschrift vasomed möglich.
Aus der Literatur
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Das Management chronischer venöser Beinulzera: Zeit für einen neuen Ansatz?
Das derzeitige Management chronischer venöser Beinulzera tendiert dazu, die Heilung in den Mittelpunkt zu stellen. Seit der Einführung der Kompressionstherapie als Standardbehandlung wurde von beeindruckenden Heilungsraten von 42–67 % in zwölf bis 24 Wochen berichtet (10, 15). Angesichts der Tatsache, dass bei bis zu 30 % der Patienten die Ulzera trotz Kompressionstherapie niemals abheilen werden und 50 % der Patienten mehrere Episoden von Ulkusrezidiven erleiden (19), argumentieren die Autoren, dass es Zeit sein könnte, einen neuen Ansatz bei dieser Patientengruppe zu ergreifen. Dies ist der erste Teil eines zweiteiligen Artikels, der die Ziele einer Doktorarbeitsstudie beschreibt, in der eine krankheitsspezifische Messskala der Selbstwirksamkeit bei Patienten mit chronisch venösen Beinulzera entwickelt und validiert wurde. Teil 1 beschreibt den Hintergrund und die Rationalen der Studie, Teil 2 die Ergebnisse der qualitativen Phase des Datensammelprozesses, zusammen mit Schlussfolgerungen für die zukünftige Praxis.
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Arteriovenöse Fisteln infolge einer endovenösen Laserablation variköser Venen
Minimalinvasive Techniken werden immer beliebter zur Behandlung variköser Venen. Endovenöse Laserablationen (EVLA) rufen eine thermische Verödung der Zielvene hervor mit einem Verschluss der großen (GVS) oder kleinen Vena saphena (SSV) in 88–100 % (1) und 96–100 % (2, 3) der entsprechenden Beine. Obwohl seltener Komplikationen auftreten als bei Operationen (4), beschreiben wir drei Patienten, die eine arteriovenöse Fistel (AVF) infolge einer ELVAder GSV (1) oder SSV (2) entwickelten.
Aus der Literatur (Sklerotherapie)
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Sklerotherapie bei Patienten mit dokumentierter Thrombophilie: Prospektive randomisierte Studie bei 105 Fällen
Das Ziel der Studie war es, thrombotische Komplikationen bei Thrombophilie-Patienten nach Sklerotherapie zu untersuchen in Kombination mit zwei Armen der Thromboseprophylaxe. Die randomisierte kontrollierte Studie wurde von der Französischen Gesellschaft für Phlebologie gesponsert und in neun Zentren durchgeführt. Sie erhielt die Zulassung des Ethikkomitees. Patienten, die mit einbezogen wurden, wiesen variköse Venen oder Teleangiektasien der unteren Extremitäten auf (CEAPKlassen von C1 bis C6). Die Patienten mussten Träger einer dokumentierten Thrombophilie folgender Formen sein: Faktor-V-Leiden-Mutation (FV), Prothrombin-20210A-Mutation (FII), hohe Faktor-VIIILevel (FVIII) oder eine Kombination von diesen.
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Mehrere Injektionen kleiner Dosen können die Passage des Sklerosierungsschaums in tiefe Venen während der Schaumsklerotherapie variköser Venen reduzieren
Seit die neue Methode mit Verwendung von Sklerosierungsschaum eingeführt wurde, betrachtete man die Schaumsklerotherapie als viel versprechend zur Behandlung oberflächlicher venöser Insuffizienzen im Vergleich zum Gebrauch von flüssigem Sklerosierungsmittel (1). Dennoch werden neurologische Komplikationen durch die Schaumwanderung beschrieben, die vorübergehende Sehstörungen, vorübergehende Verwirrung und sogar Zerebralinfarkte mit einschließen (2).