vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

vasomed ist die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen. Die aktuellen Originalarbeiten aus Phlebologie, Angiologie, Lymphologie und Wundheilung geben dem Leser einen umfassenden Einblick in die neuesten Entwicklungen. Unter den Autoren sind regelmäßig namhafte Experten der Gefäßmedizin. Schriftleiter Professor Eberhard Rabe, Bonn, ist Präsident der Deutschen und der Internationalen Gesellschaft für Phlebologie. vasomed blickt über den Tellerrand – internationale Autoren referieren hier über ihre Arbeiten. In den Kongressausgaben der vasomed stellen ausgewählte Referenten ihre Vorträge vor. Jede Ausgabe enthält eine zertifizierte Fortbildung. Abgerundet wird das Informationsangebot mit Neuigkeiten aus der pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik. vasomed ist in EMBASE/Excerpta Medica gelistet.

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Aktuelle wissenschaftliche Leitartikel (06/2011)

Kongress

  • Einsatz der lokalen Elektrostimulationstherapie – Grundlagen und Fallbeispiele

    E. S. Debus, H. Diener, K. Herberger, A. Larena-Avellaneda, M. Augustin

    Unter Elektrostimulation versteht man allgemein die Reizung des menschlichen Körpers durch von außen angelegte elektrische Ladungen und elektrische Felder. Es ist aber auch ein Verfahren, das man sich in der Wundheilung seit Jahren zunutze macht.

  • Diabetischer Fuß – distale Gefäßrekonstruktion um jeden Preis?

    J. Hanzlick

    Ist angesichts des Risikopotenzials eine distale periphere Bypass-Rekonstruktion in Kombination mit aufwendigen plastisch rekonstruktiven Maßnahmen und zu erwartenden Folgeeingriffen bei multimorbiden Patienten gerechtfertigt? Dieser Fragestellung wird anhand von 35 peripheren Gefäßrekonstruktionen zwischen 2006 und 2010 nachgegangen.

  • Spontanverlauf der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Stadium II

    B.-M. Taute

    Auch im Zeitalter der Sekundärprävention besitzt der meist progrediente Spontanverlauf bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, da die gegenwärtig geschätzten 27 Millionen von einer PAVK Betroffenen in Europa und den USA lediglich die Spitze des Eisbergs darstellen.

Aus der Literatur (Lymphödem)

  • Lymphödem nach Brustkrebs: Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von karzinombedingtem sekundärem Lymphödem

     K. Cromwell, J. N. Cormier

    Ein sekundäres Lymphödem entsteht durch die Obstruktion und Zerstörung des lymphatischen Systems. Das führt zu einer mechanischen Insuffizienz, die zu einer Akkumulation von Flüssigkeit im interstitiellen Gewebe führt. Während das Lymphödem ein besonders signifikantes Problem bei Brustkrebspatienten ist, gilt dies auch für Patienten nach der Therapie anderer bösartiger Erkrankungen.

  • Englischer Originalbeitrag: Lymphedema beyond breast cancer: A systematic review and meta-analysis of cancer-related secondary lymphedema

    K. Cromwell, J. N. Cormier

    Secondary lymphedema results from obstruction or disruption of the lymphatic system that causes mechanical insufficiency leading to accumulation of fluid in the interstitial tissues. While lymphedema is an especially significant issue in breast cancer survivors, it is also a significant issue following the treatment of other malignancies. Researchers completed a systematic review and meta-analysis of the oncology-related literature to determine the reported incidence of and risk factors for lymphedema after treatment of cancers other than breast carcinoma.

  • Randomisierte Phase-II-Studie zur hyperbaren Sauerstofftherapie von Krebspatienten mit chronischem Armlymphödem nach Bestrahlung

    L. Gothard, J. Haviland, P. Bryson, G. Laden, M. Glover, S. Harrison, M. Woods, G. Cook, C. Peckitt, A. Pearson, N. Somaiah, A. Stanton, P. Mortimer, J. Yarnold

    Eine nicht randomisierte Phase-II-Studie deutete einen therapeutischen Effekt der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) beim Armlymphödem an, das als Folge einer adjuvanten Bestrahlung von Brustkrebs im Frühstadium aufgetreten ist. Dies gerechtfertigte weitere Untersuchungen durch eine randomisierte Studie.

  • Englischer Originalbeitrag: Randomised phase II trial of hyperbaric oxygen therapy in patients with chronic arm lymphoedema after radiotherapy for cancer

    L. Gothard, J. Haviland, P. Bryson, G. Laden, M. Glover, S. Harrison, M. Woods, G. Cook, C. Peckitt, A. Pearson, N. Somaiah, A. Stanton, P. Mortimer, J. Yarnold

    A non-randomised phase II study suggested a therapeutic effect of hyperbaric oxygen therapy (HBO) on arm lymphoedema following adjuvant radiotherapy for early breast cancer, justifying further investigation in a randomised trial.

Rechtstipp

  • Neuerungen in der Musterberufsordnung - Verschärfung der Aufklärungspflichten

    I. Wildfeuer

    Mit der neuen Musterberufsordnung ergeben sich für Ärzte umfassende Änderungen, die mit der Umsetzung in den Ländern verbindlich werden.

Originalarbeiten

  • Seltene Differenzialdiagnosen ulzerierender Wunden

     G. G. Gauglitz, T. Herzinger

    Die Diagnostik ulzerierender Wunden gestaltet sich zeitweise schwierig. Insbesondere bei Patienten mit ungewöhnlichen Ulzera, die auf konventionelle Wundtherapie nicht ansprechen, sollten bei entsprechender Anamnese neben häufigen Auslösern chronischer Wunden auch seltenere Differenzialdiagnosen berücksichtigt werden.

  • Neue Ergebnisse zur RFITT von Stammvenen

    U. T. Zierau, W. Lahl

    Die endovenöse bipolare radiofrequenzinduzierte Thermotherapie (RFITT) der Varikose ist eine inzwischen weltweit etablierte neue Methode für die Behandlung der chronisch venösen Insuffizienz von Stammvenen. Sie ist seit etwa vier Jahren in der interventionellen Phlebologie eingeführt.

Fortbildung

Aus der Literatur

  • Ergebnisse der Stammzelltherapie bei peripheren arteriellen Erkrankungen

    L. Kiss, E. Dongó, Z. Janicsek, M. Szepes, Z. Benkö, A. Cselenyák, Z. Lacza

    In Ungarn werden 7500, in Europa 100.000 Amputationen augrund peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) durchgeführt. Aktuell laufen in mehreren Forschungsgruppen Untersuchungen nach neuen und effizienteren Therapiemöglichkeiten, um den Beinverlust wegen kritischer Ischämie zu vermeiden.

  • CHIVA

     E. Mowatt-Larssen, C. Shortell

    CHIVA ist eine auf der venösen Hämodynamik beruhende Methode, um Patienten mit chronischer venöser Insuffizienz zu behandeln. In zwei randomisierten, kontrollierten Studien, die kürzlich veröffentlicht wurden, zeigte sich, dass CHIVA-Methoden reduzierte Rezidivraten im Vergleich zur klassischen hohen Ligatur- und Stripping-Methode haben.

Aus der Literatur (Sklerotherapie)

  • Ergebnisse der ultraschallgesteuerten Sklerotherapie bei Varikose der unteren Extremitäten: Eine Single-Center-Erfahrung

    A. Hamahata, T. Yamaki, H. Sakurai

    Die Schaumsklerotherapie ist vielversprechender als die Flüssig-Sklerotherapie bei der Behandlung oberflächlicher venöser Insuffizienz. Als Konsequenz aus dieser größeren Effizienz ist die ultraschallgesteuerte Schaumsklerotherapie weltweit zunehmend populär geworden. Diese Studie präsentiert zwei Jahre klinischer Ergebnisse, die in unserem Krankenhaus beobachtet wurden, und analysiert die Risikofaktoren für Rezidive.

  • Mangelnde Übereinstimmung der Konzentrationen bei sechs Polidocanol-Proben, die als Rezepturarzneimittel hergestellt wurden

    R. A. Weiss, R. Voigts, D. J. Howell

    Bei der venösen Sklerotherapie sind Natriumtetradecylsulfat (STS), hypertone Kochsalzlösung und Polidocanol (POL) die weltweit am häufigsten verwendeten Agenzien zur Zerstörung des venösen Endothels. STS und seit 2010 auch POL sind in definierten Konzentrationen vom Arzneimittelhersteller zu bekommen, hypertone Kochsalzlösung und bis 2010 auch POL waren hingegen in den USA nur bei Groß-Apotheken erhältlich.

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