Die atopische Dermatitis ist eine häufige, chronisch-rezidivierende entzündliche Dermatose, von der vor allem Kinder in den westlichen Industrienationen betroffen sind (etwa 10–20 %). Jahrzehntelang standen zur antientzündlichen topischen Therapie vornehmlich Kortikosteroide zur Verfügung. Als vor einigen Jahren mit den topischen Calcineurin-Inhibitoren die ersten kortisonfreien Alternativen auf den Markt kamen, waren die Erwartungen groß. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat eine Warnung über das theoretische Risiko eines gehäuften Auftretens von Neoplasien unter Behandlung mit topischen Calcineurin-Inhibitoren herausgegeben. Daraufhin trat Verunsicherung unter Ärzten und Patienten ein.
Archiv
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Aktuelle Sicherheitsaspekte der Therapie
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Atopisches Ekzem
Das klinische Bild des atopischen Ekzems zeigt eine große Variabilität, die unter anderem eine Altersabhängigkeit aufweist. Gewisse Gesetzmäßigkeiten, so der Wandel von den mehr exsudativen Ekzemen im Kopf- und Gesichtsbereich des Säuglings zu den beugenbetonten Lichenifikationen des älteren Kindes, sind festzustellen. Gerade im Kindesalter sind jedoch viele Differenzialdiagnosen in Erwägung zu ziehen. Die Abgrenzung kann schwierig sein, da weder Morphologie noch Blutparameter, wie z. B. IgE, pathognomonisch sind. Erst die Kombination von Morphologie (Ekzem, Stigmata), ausführlicher Anamnese (Familien- und Eigenanamnese) und allergologischer Diagnostik (in vivo und in vitro) führt zur Diagnose.
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Behandlung der Psoriasis mit Biologics
Die Psoriasis, eine chronisch-entzündliche Dermatose, verläuft in etwa 20–30 % der Fälle mittelschwer bis schwer, was eine systemische Therapie erforderlich macht. Neuere Erkenntnisse über die Pathogenese der Erkrankung haben zur Entwicklung zielgerichteter, therapeutischer Moleküle – den Biologics – geführt. Diese werden biotechnologisch hergestellt und können gezielt entzündungsrelevante Mediatoren oder Zell-Zell-Interaktionen blockieren, indem sie die Wirkung natürlicher Proteine imitieren oder hemmen.
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Lebensqualitätserfassung in der Dermatologie
Der Psoriasis kommt aufgrund ihres chronischen Verlaufes und dem erheblichen Einfluss auf die
Lebensqualität der Patienten eine große sozio-ökonomische Bedeutung zu. Die Berücksichtigung
der Lebensqualität (LQ) des Patienten ist in der dermatologischen Therapie erst in den letzten
Jahren selbstverständlich geworden. Eine Vielzahl an Studien hat gezeigt, dass die Psoriasis,
selbst in der Remission, mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einhergeht, die
mit anderen chronischen Erkrankungen vergleichbar ist. Es gibt valide Methoden zur Messung
der LQ. -
Naturheilverfahren bei der Psoriasis
Das allgemein zunehmende Interesse an Naturheilverfahren betrifft auch die Dermatologie. Chronische Erkrankungen wie die Psoriasis erfordern eine Langzeittherapie, wodurch das Risiko unerwünschter Wirkungen ansteigt. So ist das Interesse an nebenwirkungsarmen Alternativen nachvollziehbar. In der vorliegenden Übersicht stellen wir Verbreitung der Naturheilverfahren und die Datenlage bei der Psoriasis dar. Schwerpunkt bildet dabei die Anwendung der klassischen Naturheilverfahren Hydrotherapie, Phytotherapie, Diätetik, Bewegungstherapie und Ordnungstherapie. Wir propagieren den Grundsatz „So viel Schulmedizin wie nötig, soviel Naturheilverfahren wie möglich“ und streben eine Synthese zwischen konventionellen, „schulmedizinischen“ Maßnahmen und der Naturheilkunde an. Manche Verfahren bedürfen noch einer wissenschaftlichen Evaluierung. Naturheilverfahren sollten nach rationalen Gesichtspunkten verordnet werden.
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Neues zur Pathogenese der atopischen Dermatitis
Die atopische Dermatitis (AD) ist eine häufige, multifaktorielle, chronisch-entzündliche Hauterkrankung. In dieser Übersichtsarbeit möchten wir einige der Forschungsergebnisse zur Pathogenese der AD der letzten zwei Jahre zusammenfassen. Dabei gehen wir insbesondere auf neue Erkenntnisse über die Genetik der Erkrankung und daraus resultierende Störungen der epidermalen Barriere ein. Außerdem berücksichtigen wir Untersuchungen, die Defizite des angeborenen und erworbenen Immunsystems mit der Erkrankung assoziieren. Aus diesen neuen Einsichten über die Pathophysiologie der AD ergeben sich möglicherweise interessante neue therapeutische Strategien.
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Nutzen und Wirtschaftlichkeit der topischen Therapie
Der Psoriasis vulgaris kommt aufgrund ihres chronischen und oftmals therapierefraktären Verlaufs sowie der hohen subjektiven Krankheitslast eine große medizinische und soziale Bedeutung zu. Die Entwicklung nichtsteroidaler, topischer Antipsoriatika in Form von Vitamin-D3-Analoga war hier ein entscheidender Meilenstein der topischen Therapie. Die Kombination mit systemischen Therapeutika hat sowohl hinsichtlich einer Verbesserung des klinischen Scores als auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit einen deutlichen Vorteil: Sie kann durch Einsparen von Systemtherapeutika und UV-Therapien die Behandlungskosten reduzieren und dem Patienten zu einem weiteren Zugewinn an Lebensqualität verhelfen.
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Psoriasis und Stoffwechselerkrankungen
Die Assoziation von Stoffwechselerkrankungen und Psoriasis ist schon lange bekannt. In jüngsten Untersuchungen wurden diese Zusammenhänge intensiv untersucht, was zu einer geänderten Bewertung von Kohlenhydrat- und Fettstoffwechselstörungen führte. Neben der krankheitsbedingten Assoziation sind jedoch auch therapiebedingte Veränderungen der Stoffwechsellage zu beachten. Eine frühzeitige und effiziente Therapie der Psoriasis kann dabei zu einer Besserung dieser Stoffwechselparameter führen. Möglicherweise wird dadurch auch das bei Psoriatikern erhöhte kardiovaskuläre Risiko gesenkt.