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HAUT

2006  2007  2008  2009  2010  2011  

Ausgaben: 01/2007  02/2007  03/2007  04/2007  05/2007  06/2007  

  • Aknetherapie mit topischen Kombinationspräparaten

    Die Mehrzahl der Aknepatienten leidet unter leichten bis mittelschweren Formen mit entzündlichen und nicht-entzündlichen Läsionen. Eine topische Kombinationsbehandlung nach dem Synergieprinzip beeinflusst mehrere pathogenetische Faktoren und führt schneller zu einer sichtbaren Besserung. In der Praxis haben Fixkombinationen gegenüber der Kombinationsbehandlung mit Monopräparaten Vorteile. So ist die Clindamycin/Benzoylperoxid-Kombination in wässriger Gelgrundlage (Duac® Akne Gel) geeignet zur antimikrobiellen Behandlung der entzündlichen Akne. Bei höherem Komedonenanteil und weniger empfindlicher Haut sind die verfügbaren Erythromycin/ Retinoid-Fixkombinationen eine Alternative.

  • Behandlung der toxischen epidermalen Nekrolyse

    Die toxische epidermale Nekrolyse (TEN) ist als Maximalvariante schwerer bullöser Arzneimittelreaktionen durch eine hohe Mortalitätsrate von 30–40 % gekennzeichnet. Die Behandlung ist eine interdisziplinäre Aufgabe und sollte in einer hierfür ausgestatteten Intensiveinheit erfolgen.
    Bisher existiert keine spezifische Therapie, sodass der supportiven intensivmedizinischen Therapie und der Lokalbehandlung besondere Bedeutung zukommt. Von 1995 bis 2005 wurden neun Patienten mit einer TEN auf der anästhesiologischen Intensivstation des Universitätsklinikums Dresden in Kooperation mit der Klinik für Dermatologie betreut. Alle Patienten erhielten initial Steroide und fünf Patienten zusätzlich intravenöse Immunglobuline (IVIG). Die Mortalitätsrate von insgesamt 33 % stimmte mit der nach dem SAPS II-Score ermittelten Prognose überein, wurde mittels eines spezifischen Scores (SCORTEN) jedoch deutlich überschätzt. Bei schwerer betroffenen Patienten sollten daher auch andere intensivmedizinische Scores zur Ermittlung der Prognose und des Erfolges therapeutischer Maßnahmen herangezogen werden. Die Mortalität bei unseren mit IVIG behandelten Patienten betrug 20 %, in der Gruppe ohne IVIG 50 %. Obwohl man aufgrund der uneinheitlichen Datenlage keine generelle Empfehlung zur Anwendung von IVIG bei TEN geben kann, sollte jedoch nach unseren Erfahrungen die Gabe von IVIG frühzeitig erwogen werden.

  • Diagnostik und Therapie verschiedener Urtikaria-Formen

    Die Urtikaria (auch Nesselsucht) ist eine der häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen Westeuropas.
    Aufgrund ihrer typischen Hautsymptome wie Quaddeln und Angioödeme, begleitet von immensem Juckreiz, ist sie einfach zu diagnostizieren. Nach Dauer und Art des Auftretens sowie
    nach Auslösefaktoren kann die Urtikaria in verschiedene Untergruppen unterteilt werden, was bei der Ursachensuche und bei der Therapie hilfreich ist.

  • Die Super-Rush-Methode als jährliche Erfolgskontrolle und mögliche Boosterung nach abgeschlossener spezifischer Immuntherapie mit Bienen-/Wespengift

    Anhand des derzeitigen Erklärungsmodells zur Wirkung der SIT (spezifische Immuntherapie) wird diskutiert, welche Parameter zur Einschätzung des Therapieerfolgs denkbar sind und praktiziert werden. Darüber hinaus werden Möglichkeiten erörtert, die Langzeitwirkung der SIT abzuschätzen.

  • Potenzielle Wirkmechanismen der sublingualen Immuntherapie mit Monosphoryl-Lipid A

    Als Wirkmechanismus der sublingualen Immuntherapie (SLIT) wird ein Wechsel von einer TH2- zu einer TH1-Immunantwort angenommen. Es ist davon auszugehen, dass
    antigenpräsentierende Zellen dabei von zentraler Bedeutung sind. Bei der subkutanen Immuntherapie (SKIT) soll durch Adjuvanzien wie Monophosphoryl-Lipid A (MPL®) der TH2/TH1-Wechsel forciert werden. Orale Langerhans-Zellen besitzen Rezeptoren für MPL®. Deren Aktivierung führt zur Verstärkung einer TH1-Antwort, sodass MPL® als Adjuvans für die SLIT attraktiv erscheint.

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