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Lymphologie in Forschung und Praxis

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Ausgaben: 01/2009  02/2009  12/2009  

  • Lipödem und Liposuktion: Erfahrungen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)

    Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) sollte als sozialmedizinisches Beratungsorgan die Notwendigkeit therapeutischer Maßnahmen beurteilen.

    Anhand von MDK-Beurteilungen bezüglich der Liposuktion bei Patientinnen mit Lipödem zeigt sich jedoch, dass eine qualifizierte bzw. objektive Begutachtung in den meisten Fällen nicht stattfindet. Aufgrund eigener Erfahrungen muss geschlossen werden, dass in der Mehrzahl der Fälle bei den beurteilenden Ärzten keine ausreichenden Kenntnisse des Krankheitsbildes vorliegen. Zusätzlich werden wissenschaftliche Fakten und Angaben der aktuellen Leitlinien ignoriert. Häufig erfolgt eine Ablehnung der Kostenübernahme allein mit der Begründung, dass die konservativen Maßnahmen nicht ausgeschöpft seien. Dadurch wird den Betroffenen die notwendige und Leitlinien-gerechte operative Behandlung und somit eine Besserung ihrer Krankheit und ihrer Beschwerden vorenthalten.

  • Die Neoangiogenese von Lymphgefäßen in Tumorgeweben

    Das Lymphgefäßsystem spielt eine bedeutende Rolle bei der Metastasierung
    maligner Tumore. Überschreitet ein Tumor in seinem Wachstum eine
    kritische Größe von ca. 2-3 mm, benötigt er eigene Gefäße zur Versorgung mit
    Nährstoffen und zum Abtransport von Stoffwechselendprodukten. Der auslösende
    Faktor zur Bildung neuer Blutgefäße liegt in der Sekretion von Angiogenesefaktoren
    seitens des Tumors. In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob es
    neben der Bildung neuer Blutgefäße auch zur Neoangiogenese von Lymphgefäßen
    im Tumorareal kommt. Ebenso wird darauf eingegangen, ob es sich beim Nachweis
    von Lymphgefäßen im und um das Tumorgewebe herum um eine tumorassoziierte
    Lymphangiogenese handelt oder...

  • Gilt die Starling'sche Hypothese noch?

    Starling postulierte, dass in den Austauschgefäßen arteriell Flüssigkeit abfiltriert
    und venös reabsorbiert wird. In nicht-resorbierenden Organen kann jedoch keine
    ständige Reabsorption stattfinden, sondern nur vorübergehend, weil bei vaskulärer
    Flüssigkeitsaufnahme der extravaskuläre onkotische Druck steigt, bis die
    filtrierenden und reabsorbierenden Kräften im Gleichgewicht sind. Das vaskuläre
    Filtrat wird quantitativ...

  • Fluoreszenz-Mikrolymphographie: Pro

    Die Fluoreszenz-Mikrolymphangiographie (FML) ist eine einfach durchzuführende minimal
    invasive Technik zur Darstellung der Hautlymphgefäße. Sie erlaubt die Unterscheidung
    zwischen lymphogen und nicht-lymphogen bedingten Ödemen mit hoher
    Sensitivität und Spezifität. Einige Lymphödeme weisen spezifische Veränderungen
    der Hautlymphgefäße auf, die FML ermöglicht deshalb in einigen Fällen auch Rückschlüsse
    auf die Ätiologie des Lymphödems. Da die FML ohne Strahlenbelastung...

  • Fluoreszenz-Mikrolymphographie: Kontra

    Kontraargumente, die Fluoreszenz-Mikrolymphangiographie betreffend, werden anhand
    eines Methodenvergleiches zwischen Fluoreszenz-Mikrolymphangiographie
    und indirekter Lymphographie aufgezeigt und die Alltagstauglichkeit der Methoden
    bei der Lymphödemdiagnostik verglichen.
    Folgende Kontraargumente werden gefunden:
    • Die Fluoreszenz-Mikrolymphangiographie benötigt ein Equipment, das nur in speziellen
      Zentren vorhanden sein kann.
    • ...

  • Ist die direkte Lymphographie heute noch aktuell?

    Auch im Zeitalter von Sonographie, Computertomographie und Magnetresonanztomographie
    hat die direkte Lymphographie mit Verwendung öliger Kontrastmittel
    noch ihre Bedeutung. Für die detaillierte Darstellung von Lymphgefäßen zum Nachweis
    und zur Lokalisation von Lymphfisteln, aber auch im Rahmen einer prätherapeutischen
    Lokalisation der Cisterna chyli bei geplanter perkutanener Embolisation
    einer Fistel des Ductus thoracicus, ist die Methode anderen diagnostischen Verfahren
    überlegen.

  • Lymphologie Aktuell – Neues aus aller Welt

    Kommentierte, schwerpunktmäßig ausgewählte, praxisrelevante Publikationen der
    letzten beiden Jahre basierend auf den Literaturangaben in PubMed.
    1. Die Indocyanin-Grün-Fluoreszenz-Lymphographie ist ein neues, ambulant durchführbares,
    risikoarmes Verfahren zur Darstellung oberflächlicher Lymphgefäße der
    Extremitäten.
    2. Nach Entfernung eines Lymphknotens beim Schaf ermöglicht die spontane Regeneration
    von Lymphgefäßen eine Wiederherstellung von etwa 80 % der ursprünglichen
    Funktion.
    3. Multifokale-multizentrische Mammakarzinome bereiten diagnostische Probleme
    wenn ausschließlich Mammo- und Sonographie als „bildgebende Untersuchungsverfahren“
    verwendet werden. Mögliche Verbesserungen der Ergebnisse werden
    aufgezeigt.
    4. ...

  • Vacuum Assisted Closure (V.A.C.®)-Therapie eines posttraumatischen, großflächigen Ulcus cruris bei Lipolymphödem des Unterschenkels

    Chronische Unterschenkelulzerationen stellen einen häufigen Behandlungsgrund in
    der Dermatologie dar. Insbesondere in Kombination mit dem Auftreten von Lip- und
    Lymphödemen sollten alle therapeutischen Möglichkeiten zur Wundsäuberung und
    Steigerung der Granulation Anwendung finden. Die Vakuum-assistierte (V.A.C.®)-
    Wundbehandlung gilt dabei als eine etablierte Behandlungsmethode im Rahmen
    konservativer sowie prä- und postoperativer Vorgehensweisen. Neben der spezifisch
    dermatologischen Lokaltherapie...

  • Bedeutung der curricularen lymphologischen Weiterbildung niedergelassener Ärzte

    Die curriculare Fortbildung Lymphologie von nahezu 200 Ärzten/innen im deutschsprachigen
    Raum hat über die vergangenen zehn Jahre hinweg die Qualität in der ambulanten Versorgung der lymphangiologisch Erkrankten deutlich verbessert.
    In bereits 24 Netzwerken in Deutschland arbeitet die gesamte lymphologische Versorgungskette (Arzt, Lymphtherapeut, lymphkompetentes Sanitätshaus) im Sinne eines Lymphteams eng zusammen. Der Patient wird aktiv...

  • Adipositas-Diagnostik in der Lymphologie

    Der Body-Mass-Index (BMI) ist das gebräuchlichste Messverfahren zur Diagnostik
    und Einstufung einer Adipositas. Anhand ausgewählter Fälle wird gezeigt, dass der
    BMI bei schwerergradigen Ödemen und somit in der Lymphologie nutzlos ist. Hier
    ist nur der Bauchumfang/Größe-Quotient (BGQ) sinnvoll.

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