Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) sollte als sozialmedizinisches Beratungsorgan die Notwendigkeit therapeutischer Maßnahmen beurteilen.
Anhand von MDK-Beurteilungen bezüglich der Liposuktion bei Patientinnen mit Lipödem zeigt sich jedoch, dass eine qualifizierte bzw. objektive Begutachtung in den meisten Fällen nicht stattfindet. Aufgrund eigener Erfahrungen muss geschlossen werden, dass in der Mehrzahl der Fälle bei den beurteilenden Ärzten keine ausreichenden Kenntnisse des Krankheitsbildes vorliegen. Zusätzlich werden wissenschaftliche Fakten und Angaben der aktuellen Leitlinien ignoriert. Häufig erfolgt eine Ablehnung der Kostenübernahme allein mit der Begründung, dass die konservativen Maßnahmen nicht ausgeschöpft seien. Dadurch wird den Betroffenen die notwendige und Leitlinien-gerechte operative Behandlung und somit eine Besserung ihrer Krankheit und ihrer Beschwerden vorenthalten.