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vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

2006  2007  2008  2009  2010  2011  

Ausgaben: 06/2006  

  • Erhöhte vaskuläre Entzündungsmarker bei Patienten mit pAVK

    Monocyte Chemoattractant Protein 1 (MCP-1) und Vascular Cellular Adhesion Molecule (VCAM) sind wichtige Mediatoren der Plaque-Entstehung und der theroskleroseprogression. Kürzlich wurde die attraktive Theorie aufgestellt, dass die positiven Effekte von Prostaglandin E1 (PGE1) in der Therapie der pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) auch durch eine Hemmung von MCP-1 und VCAM bedingt sein könnten.
    Bei den von uns untersuchten 66 pAVK-Patienten in den Fontaine-Stadien IIb-IV fanden sich deutlich erhöhte Serumspiegel von MCP-1 und VCAM gegenüber Gefäßgesunden. Die 14-tägige Therapie mit PGE1 (50 μg/die) erbrachte eine klinische Verbesserung (Gehstreckenzuwachs um 220 %, Wundheilung), beeinflusste jedoch die erhöhten MCP-1- und VCAM-Werte nicht (MCP-Kontrollen: 216 ±70 ng/ml, pAVK vor Therapie: 540 ±194,
    nach 14 d Therapie: 578 ±240 ng/ml, VCAM Kontrollen: 367 ±89, pAVK vor Therapie:
    901 ±346, 14 Tage Therapie: 898 ±357 ng/ml). Kurzfristig werden erhöhte MCP-1- und VCAM-Spiegel bei Patienten mit symptomatischer pAVK durch PGE1 nicht gesenkt.

  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den kardiovaskulären Risikofaktoren

    Basierend auf der Bevölkerungsrepräsentativen MONICA/KORA-Kohortenstudie
    wird das kardiovaskuläre Risikoprofil zum Zeitpunkt der Basisuntersuchung (Alter 25-74 Jahre) ausgewiesen und von der für Männer im Vergleich zu Frauen vierfach höheren Herzinfarktinzidenz je 100.000 Personenjahre berichtet. Zigarettenrauchen, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen sind häufig, bei Frauen seltener als bei Männern, aber bei beiden Geschlechtern mit einer 1,5- bis 2,9-fach erhöhten erzinfarktinzidenz verbunden. Dabei erreichen Frauen mit dem jeweiligen Risikofaktor maximal die Inzidenz der Männer ohne den jeweiligen Risikofaktor.

  • Kombiniert offene und endovaskuläre Verfahren an der Arteria femoralis superficialis (AFS)

    In einem 5-Jahres-Zeitraum von 2000 bis 2005 erfolgten 93 (11 %) von insgesamt 840 Femoralisgabelrekonstruktionen als Hybridverfahren mit einer simultanen intraoperativen offenen transluminalen Angioplastie (IOTA) der Arteria femoralis superficialis (AFS). Gleichzeitig führten wir bei 28 (30 %) der 93 Patienten eine simultane intraoperative Einstromverbesserung der Beckenetage durch eine retrograde Becken-TEA (Thrombendarteriektomie) durch. Eine zusätzliche simultane intraoperative endovaskuläre Einstromverbesserung in der Beckenetage erhielten weitere sechs Patienten.
    Die postoperativen Ergebnisse mit einer Offenheitsrate von 87 % nach kombiniert offenen und endovaskulären Verfahren der AFS zeigen, dass Hybrideingriffe in der Oberschenkeletage ein erfolgreiches operatives Verfahren zur Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind.

  • Mulitvariable Risikostraifizierung bei symptomatischer pAVK

    Um eine individuelle Risikostratifizierung bei Patienten mit pAVK vornehmen zu können, wurde ein multivariabler Risikoscore zur Prädiktion der systemischen Atheroskleroseprogression entwickelt. Das Ziel dieser Untersuchung bestand in der Bewertung dieses multivariablen Risikoscores mit Festlegung von Risikobereichen.
    Bei 116 Patienten mit initial isolierter pAVK erfolgte eine zweijährige Verlaufsbeobachtung
    zur Erfassung der systemischen Progression. Die Scorewerte der im Verlauf progredienten und nicht-progredienten Patienten sowie von altersund geschlechtsadaptiert ausgewählten Patienten mit bereits manifester systemischer Atherosklerose (n = 99) wurden vergleichend analysiert.
    Der Einsatz des multivariablen Risikoscores ermöglicht eine graduierte Risikoprädiktion.
    Früherkennung, individuelle Risikostratifizierung, risikoadaptierte Prävention und kausal orientierte Therapie sind Voraussetzungen zur Verbesserung der Prognose bei pAVK.

  • Schützt maßvoller Alkoholkonsum vor arteriellen Gefäßerkrankungen?

    Es existiert eine gute Geweisbasierte (evidence- based) Datenlage aufgrund mehrerer großer epidemiologischer Studien und einzelner aufwendiger human-experimenteller Untersuchungen für einen günstigen Effekt mäßigen Alkoholkonsums auf Herz-Kreislauferkrankungen.
    Das kardiovaskuläre Risiko reduziert sich um ca. 17 %. Ein günstiger „moderater“ Alkoholkonsum liegt bei maximal 30 g Ethanol/d für einen gesunden erwachsenen Mann. Neben Ethanol selbst können weitere Substanzen in alkoholischen Getränken die günstigen Effekte auf vaskuläre Schäden verstärken. Grundsätzlich muss aber immer die geringe therapeutische Breite der Droge Alkohol bedacht werden. Zur Ermittlung der optimalen, auch geschlechtsspezifischen Alkoholdosis für einen gefäßpräventiven Effekt bedarf es weiterer Forschung.

  • Fehlbildungen des Lymphsystems aus der Sicht des Pädiaters

    Malformations of the lymphatic system from the perpective of a pediatrician

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