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vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

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Ausgaben: 01/2007  02/2007  03/2007  04/2007  05/2007  06/2007  

  • Effekte additiver PGE1-Medikation während der PTA auf die Mikrozirkulation der Extremität

    Studien zur Effektivität der PTA (perkutane transluminale Angioplastie) femoropoplitealer Stenosen beschränken sich meist auf die Untersuchung der Makrozirkulation. Die mikrovaskuläre Dysfunktion im Rahmen der Angiographie/-plastie findet bislang nur geringe Beachtung.
    Zwar ist aus Studien eine signifikante Abnahme des Gewebesauerstoffpartialdrucks (tcpO2) bekannt. Über die zugrunde liegenden Ursachen besteht aber Uneinigkeit, wie auch über klinische Konsequenzen. Ziel der Studie war daher die Analyse der Effektivität einer supportiven PGE1-Medikation während der Angioplastie hinsichtlich einer Verbesserung der Gewebesauerstoffversorgung. Durch den Einsatz einer additiven Zusatztherapie mit Alprostadil bei der PTA kann der interventionsbedingte Abfall des tcpO2 vermieden werden. Auch vier Wochen postinterventionell zeigte sich eine signifikante Erhöhung der tcpO2-Werte. Ebenso zeigen die bisherigen Nachuntersuchungen, dass eine additive PGE1-Therapie nachhaltig die Effektivität der Intervention verbessert.

  • Evidenzbasierte Daten zur Wirksamkeit der Pharmakotherapie bei chronisch-venöser Insuffizienz

    Der Einsatz systemischer Venentherapeutika, zumeist Phytopharmaka, wurde bislang oft kontrovers diskutiert. Doch konnten die Wirkmechanismen in Laboruntersuchungen und die klinische Wirksamkeit in prospektiven randomisierten, placebokontrollierten Studien nachgewiesen werden. Bei korrekter Indikationsstellung und Anwendung zeigten sich antiödematöse, antiinflammatorische, antioxidative, proteolytische und
    kapillarabdichtende Eigenschaften. Darüber hinaus erhöhen diese Medikamente den Venentonus und fördern den Lymphabfluss. Die systemischen Venentherapeutika sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo eine Kompressionstherapie nicht ausreichend, kontraindiziert oder intolerabel ist.

  • Lymphgefäßschädigung durch Liposuktion?

    Nach Liposuktion von Patientinnen mit Lipödem wurden im Fett des Aspirats immunhistologische Untersuchungen mit dem Lymphgefäßendothel-spezifischen Marker D2-40 durchgeführt. Dabei stellten sich weder Lymphgefäße noch -gefäßanteile dar. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass bei der Vibrations-Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie keine klinisch relevanten Schädigungen des Lymphgefäßsystems auftreten.

  • Lymphszintigraphie beim Lipödem

    Bei 10 Patientinnen mit manifestem Lipödem wurde vor und nach einer Liposuktion der Lymphabfluss in den Beinen mittels dynamischer Lymphabfluss-Szintigraphie untersucht. Die Daten zum Lymphabfluss (Vergleich: rechte/linke Seite; Ruhe/Stress; vor/nach Liposuktion) waren gut reproduzierbar. Nach Liposuktion fanden sich – im Vergleich zum Vorbefund – keine signifikanten Veränderungen der Abflussverhältnisse. Insbesondere konnte eine Störung der Abflussdynamik ausgeschlossen werden. Die limitierten Daten sprechen somit gegen eine nachweisbare Schädigung der Lymphgefäße infolge einer Liposuktion.

  • Neurohumorale Beeinflussung des Lymphtransportes

    Tierexperimentell ist der Nachweis von Alpha 1, Alpha 2 und Beta-Rezeptoren in der glatten Gefäßmuskulatur der Lymphkollektoren weitgehend gelungen. Lymphgefäße weisen zwar keinen basalen adrenergen Tonus auf, eine Stimulation der Alpha-Rezeptoren, insbesondere der Alpha 1-Rezeptoren, induziert jedoch eine Kontraktion, während eine Stimulation der Beta-Rezeptoren eine Relaxation der pränodalen Lymphkollektoren bewirkt. Valvuläre und intervalvuläre Segmente reagieren dabei unterschiedlich auf Katecholamine. Eine noch stärkere konstriktorische Reaktion wurde auf Serotonin und PGF-2Alpha beobachtet. Histamin (H1- und H2)-Rezeptoren sind in glatten Muskelzellen der bovinen mesenterialen Lymphgefäße vorhanden. Dabei bewirkt eine Stimulation dosisabhängig eine Akzeleration oder Dezeleration der spontanen Kontraktionen der glatten lymphatischen Gefäßmuskulatur. Neben einer direkten Rezeptorstimulation durch noradrenerge Substanzen und biogene Amine scheinen auch endotheliale Mechanismen eine Rolle in der neurohumoralen Regulation des Lymphtransportes zu spielen. Während tierexperimentell zahlreiche Hinweise auf eine neurohumorale Beeinflussung des Lymphtransportes existieren, gibt es größtenteils nur indirekte Hinweise auf eine ähnliche Beeinflussung beim Menschen.

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