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vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

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Ausgaben: 01/2007  02/2007  03/2007  04/2007  05/2007  06/2007  

  • Die erektile Dysfunktion – ein vernachlässigtes Problem in der angiologischen Sprechstunde

    Zusammenfassung:
    Unter einer erektilen Dysfunktion (ED) versteht man die eingeschränkte Fähigkeit,
    eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende penile Erektion zu erreichen oder aufrecht zu erhalten.
    Erektionsstörungen sind häufig und bedingen je nach Ausprägung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Gesunde Männer leiden ab dem 40. Lebensjahr zu 10-50 % zumindest unter passageren Erektionsstörungen. Bei rund 30 % dieser Personen geht man von einer schweren bis kompletten ED aus. Die Ursachen sind vielfältig; man kann folgende Risikoindikatoren für eine ED abgrenzen: Lebensalter, Hypertonie, Manifestationen der Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Niereninsuffizienz, Hepatopathien, neurologische Erkrankungen, Endokrinopathien, psychische Erkrankungen, lokale Faktoren, Rauchen, Alkoholmissbrauch, Medikamente mit entsprechender
    unerwünschter Wirkung. Anamnese und körperliche Untersuchung sind heute die entscheidenden Pfeiler der Primärdiagnostik und in einem Großteil der Fälle ausreichend oder wegweisend. In der weiterführenden nicht-invasiven Diagnostik stehen Doppler- und Duplexsonographie an erster Stelle. Die Therapie wurde durch die oral einzunehmenden Phosphodiesterase- 5-Inhibitoren (PDE-5-I) auf eine neue Basis gestellt. Der angiologisch oder gefäßchirurgisch tätige Arzt wird umso häufiger eine erektile Dysfunktion aufdecken, je weniger er sich scheut, seine Patienten danach zu befragen.

  • Die konservative Therapie im Stadium II der pAVK

    Am Beispiel der angiologischen Therapie der pAVK können wir beobachten, dass nicht wissenschaftliche Evidenz, sondern in zunehmendem Maße gesundheitspolitisches und betriebswirtschaftliches Kalkül die wichtigsten Einflussfaktoren auf diagnostische und therapeutische Entscheidungen sind. Eine klinisch bewährte, nachweisbar hochwirksame und in den aktuellsten Therapieleitlinien als Klasse 1, Level A eingestufte Behandlungsmethode wird auf diese Weise innerhalb der nächsten Jahre ganz aus unserem Therapieangebot verschwinden.

  • Ein neuartiger biologisch abbaubarer Stent ermöglicht eine rasche Expansion

    Metall-Stents haben den Nachteil, dass ein Fremdkörper permanent im Organismus verbleibt. Eine Alternative dazu ist ein biologisch abbaubarer Stent. Ziel dieser Arbeit war die tierexperimentelle Testung eines vaskulären biologisch abbaubaren Polymer-Stents aus Poly-L-Lactid (PLLA) und Poly-4-Hydroxybuttersäure (P4HB). Als Vergleich diente ein Stent aus medizinischem Edelstahl (316L). PLLA/P4HB-Stents konnten rasch dilatiert werden, und sie waren ähnlich biokompatibel wie die Metall-Stents.

  • Endovaskuläre Ausschaltung von Popliteal-Aneurysmen (4-Jahres-Follow-up)

    Von Januar 1999 bis Dezember 2003 wurden insgesamt 27 symptomatische Popliteal- Aneurysmen endovaskulär ausgeschaltet. Der mittlere Beobachtungszeitraum betrug 48 Monate mit einer Offenheitsrate von 96 %. Die Erfolgsrate ist hoch für kurzstreckige Aneurysmen mit gutem Abfluss und einem Durchmesser der angrenzenden originären Arterie von mehr als 6 mm. Die Offenheitsraten sind unter diesen Vorraussetzungen vergleichbar mit jenen der Bypasschirurgie.

  • Neue kardiovaskuläre Risikofaktoren Ist die Suche danach sinnvoll?

    Neue kardiovaskuläre Risikofaktoren scheinen vor allem in Subgruppen dazu beizutragen, therapeutische Interventionen ökonomischer zu steuern. Das gleiche gilt für das Einbeziehen von Gefäßwandschäden als „integrative Bio-Marker“. Der genomweite Forschungsansatz ist frei von Hypothesen und führt zur Identifizierung bisher unbeachteter Gene, die kardiovaskuläre Risikofaktoren kodieren. Die Ergebnisse werden bisher noch unbekannte Krankheitsmechanismen aufdecken und zukünftig unser Handeln auf der Versorgungsebene bestimmen.

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