Archiv

Hier können Sie kostenfrei im Archiv unserer Publikationen recherchieren. Das Online-Archiv befindet sich im Aufbau und wird laufend erweitert und aktualisiert.

vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

2006  2007  2008  2009  2010  2011  

Ausgaben: 01/2010  02/2010  03/2010  04/2010  05/2010  06/2010  

16. Bonner Venentage

  • Genese des chronischen Ulcus cruris – aktuelle epidemiologische Daten

    Das chronische Ulcus cruris ist ein sehr heterogenes Krankheitsbild, dem zahlreiche verschiedene kausal relevante Faktoren zugrunde liegen können. Ob- wohl die Inzidenz des Ulcus cruris zumindest in den industrialisierten Staaten zuzunehmen scheint, existieren für Deutschland bislang keine repräsentativen Daten zu diesen Pa- tienten. Daher basieren alle derzeit verwen- deten Angaben zu der Gesamtpopulation...

  • Ulcus cruris venosum und Kompression

    Das entscheidende pathophysiologi- sche Substrat beim venösen Ulkus ist der venöse Reflux mit einem ungenügenden Abfall des Drucks in den Bein- venen beim Gehen. Diese „ambulatorische venöse Hypertension“ ist der Auslöser für alle weiteren Störungen im Bereich der Mikrozirkulation, welche zu den typischen Hautveränderungen am Unterschenkel und letztlich zum venösen Ulkus führen. Eine Reduktion der ambulatorischen ve- nösen Hypertension ist somit ein...

  • Ulcus cruris venosum und Kompression

    Eine lange bestehende chronische ve- nöse Hypertonie führt zu Gewebe- schäden. Entsprechend ist das heuristische Prinzip der Therapie die Beseitigung oder Minderung der venösen Hypertonie. Unter welchen Bedingungen dieses Prinzip zum Tragen kommen kann, beleuchtet der Artikel von Prof. Partsch. Unter Führung der Phlebologen hat das Wickeln einen hohen Stellenwert erlangt. Dennoch, etwa 20 % der Ulzera heilen auch ohne Kompression, und mit fachgerechter Kompression beträgt...

  • Das arterielle Ulcus cruris

    Die chronische kritische Extremitäten- ischämie als schwerste Form der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit führt infolge der Gewebemin- derperfusion zu ausgedehnten Substanzverlusten oder einer Gangrän. Das arterielle Ulkus bedarf einer schnellen Diagnostik und Therapie, da es neben der starken Schmerz- haftigkeit eine vitale Bedrohung der betroffenen Extremität und des Patienten darstellt. In mindestens einem Drittel der Fälle...

  • Welche Wundauflage gehört auf welches Ulkus?

    Das Ulcus cruris venosum ist mit 57-80 % die häufigste Form des Ulcus cruris. Zur Prävalenz des Ulcus cruris lie- gen derzeit für den deutschsprachi- gen Raum nur wenige Daten vor. Die geschätzte Häufigkeit liegt in Deutschland bei ca. 1 % der Ge- samtbevölkerung. Wesentlicher Bestandteil einer er- folgreichen Therapie des Ulcus cru- ris venosum ist neben der Diagnostik und dem Ausschluss von Differenzialdiagnosen...

  • Bei welchem Ulkus sollte man „shaven“?

    Die Shave-Therapie als schicht- weise, tangentiale Nekrosektomie und Fibrosektomie chronischer Ulzerationen mit einzeitiger Spalt- hautdeckung gehört zu den mo- dernen ulkuschirurgischen Ver- fahren. Bereits 1956 führte Hynes Shave-Therapien bei plastischchirurgischen Eingriffen...

  • Krossektomie und Stripping

    Mit der Einführung hitzeab- lativer Techniken zur Be- handlung der Stammveneninsuffizienz  entstand der klassischen Krampfadernoperation eine ernstzunehmende Konkurrenz. Die neuen Verfahren versprachen, das Gleiche leisten zu können wie die Operation, nur schonender. Daher fand die Innovation einen rasanten Eingang in die klinische Praxis. Es störte dabei nicht, dass die Hitze- ablation zwangsläufig den Einmündungsbe- reich der V. saphena magna in die tiefe Vene unbehandelt lassen muss, so dass postinter- ventionell fast...

  • Endovenöse Laserablation von Varizen

    Venenerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankun- gen in der deutschen Bevöl- kerung. Nach der Tübinger Venen- studie liegt bei 15 % der Bevölkerung eine ausgeprägte Varikosis vor, 13 % haben eine fortgeschrittene chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) mit Hautveränderungen. Bei 1-2 % der Bevölkerung ist ein florides oder abgeheiltes Ulkus nachzuweisen...

  • Stripping – Hitze – Schaum: Wie würden Sie entscheiden?

    Endovenöse Hitzetechniken werden in der Praxis seit 1999 angewendet: Inzwischen liegen sowohl für die endovenöse Laserthera- pie als auch für die Radiofrequenztherapie Langezeitergebnisse vor. Diese Ergebnisse sind mit denen der Referenzmethoden gut vergleichbar: der hohen Ligatur und dem Venenstripping. Leider sind die Kosten für Ausrüstung und Einwegartikel, die zur Im- plementierung dieser Methoden notwendig sind, für viele Gesundheitssysteme der Erde zu teuer.

    Eine ideale Technik würde die Vorteile beider aktuell genutzter Methoden kombi- nieren und deren Nachteile ausmerzen. Die Venen mit Dampf zu erhitzen, könnte des- halb signifikante medizinische und ökono- mische Vorteile mit sich bringen.

  • Grundlagen der Gasfeindosierung von CO2 und O2 für Polidocanol

    In dieser Arbeit werden die Möglichkeiten der Gasfeindosierung für das Aufschäu- men von Polidocanol dargestellt. Neben der wissenschaftlichen Literatur werden ein- zelne für das Verfahren bedeutsame Patent- schriften in Bezug auf den Stand der Technik erwähnt. Das Verfahren und die Vorrichtung dienen der Herstellung eines Gemisches von Gasen, die als Medikament in Europa zugelas- sen sind. Das Medikamenten-Gasgemisch kann dann mit weiteren Medikamenten...

  • Schaumsklerosierungstherapie der Seitenastvarikose

    Wenngleich die Schaumsklerosierungsthe- rapie in der alltäglichen phlebologischen Praxis tagtäglich erfolgreich angewendet wird, so gibt es doch zahlreiche offene Fragen im Bezug auf diese Behandlungsmethode. Die meisten wissenschaftlichen Auswertungen und Untersuchungen zur Sklerosierungsthe- rapie beziehen sich auf die Stammvarikose der V. saphena magna und V. saphena parva oder die Behandlung von Besenreisern. Für die Seitenastvarikose sind die optimale Konzentration des Sklerosierungsmittels sowie die ideale Behandlungsfrequenz weiterhin nicht endgültig geklärt. Vorschläge dazu gibt es in den Leitlinien der Deutschen Gesell- schaft für Phlebologie sowie in der Publikation der Konsensuskonferenz zur Schaum- sklerosierungstherapie. Vor diesem Hintergrund begannen wir eine retrospektive Auswertung zur Wirksamkeit und Sicherheit der Schaumsklerosierungstherapie bei der Seitenastvarikose.

  • Sklerotherapie bei Rezidivvarikose

    Rezidivvarizen sind ein Problem, mit welchem Langzeitstudien zufolge, mit einer Häufigkeit von ungefähr 30 % zu rechnen ist. Die bis dato einzige prospektive Studie zu diesem Thema zeigte, dass fünf Jahre nach einer Varizenoperation klinisch sichtbare Rezidive sogar in 47 % der Fälle auftraten. Bei längeren Nachbeobachtungszeiten bis zu 34...

  • Eingriffe am tiefen Venensystem: neue Entwicklungen, Indikationen, Ergebnisse

    Als Grundpfeiler der Behandlung ve- nöser Ulzera gelten - wie bekannt - die Kompression und lokale Wundversorgung, ergänzt durch einen oberfläch- lichen Veneneingriff, sollte das oberflächliche System speziell in der großen (GSV) und/oder kleinen (SSV) Vena saphena Defizite zeigen. Ist der Ulkus nach dieser Behandlung noch nicht abgeheilt oder wieder aufgetreten, und in der Nachbarschaft des Ulkus liegen geschädigte...

  • Diagnostik des Extremitätenlymphödems

    Extremitätenlymphödeme lassen sich meist schon durch die Basisdiagnostik, bestehend aus ausführlicher Anamnese mit Familien- und Eigenanamnese, sowie einer umfangreicheren klinischen Untersuchung mit Inspektion und Palpation diagnostizieren. Eine weiterführende apparative Diagnostik muss auch die Therapierelevanz berücksichtigen, da eine reine Bestätigung der schon aufgrund von Anamnese und klinischer Untersuchung gestellten Diagnose weder medizinisch sinnvoll noch kostenadäquat ist. Bei der Diagnostik von Lymphödemen der Extremitäten kann in gewissen Grenzen zwischen Lymphödemen im Kindes- und Jugendalter, Lymphödemen im Erwachsenenalter sowie im höheren Alter differenziert werden. Das verschiedenartige Spektrum von Zusatzerkrankungen lässt diese Unterscheidung sinnvoll erscheinen.

  • Liposuktion bei Lipödem – kann man, soll man, muss man?

    Das Lipödem ist eine Er- krankung bei Frauen, charakterisiert durch eine umschriebene Unterhautfettvermehrung vorwiegend der Beine mit Ödemen, Spannungs- und Druckschmerzen sowie Hämatomneigung. Bisher war durch konservative Maßnamen (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie, KPE) nur eine Entödematisierung mit Verringerung der Beschwerden möglich. Die für die Erkrankung ebenfalls entscheidende Fettvermehrung blieb jedoch unbeeinflusst...

  • Welche Kompression braucht das Lymphödem?

    Die kausale Therapie des Lymph- ödems besteht darin, aufgestaute Gewebeflüssigkeit zu mobilisieren, die Transportkapazität des Lymphgefäßsystems zu erhöhen sowie das fibrosklerotische und überschüssige subkutane Fettgewebe abzubauen. Darüber hinaus muss der zur chronischen Entzündung führende Prozess unterbrochen werden. Dies gelingt mithilfe der Komplexen...

Originalarbeiten

  • Die Behandlung der Thrombophlebitis mit Blutegeln

    Die Behandlung der akuten Thrombo- phlebitis mit Blutegeln hat sich als be- eindruckend positiv herausgestellt. Der Blutegel bewirkt weit mehr als nur die Sekretion von Hirudin. Die Vorgehens- weise ist einfach und kann mit nur gerin- gem Aufwand in jeder Praxis durchgeführt werden.

Fortbildung

  • Schaumsklerosierung der Varikose mit Aethoxysklerol®

    Die Sklerosierung der Varikose ist in den letzten Jahren insbesondere durch die Schaumsklerosierung entscheidend bereichert worden. In der Leitlinie der DGP heißt es hierzu: „Die standardisierte Umwandlung eines zugelassenen flüssigen Sklerosierungsmittels in einen Sklerosie- rungsschaum und die Behandlung damit ist möglich, wenn der Patient ausreichend hier- über und über Nutzen und Risiko der Methode aufgeklärt wurde und die Anwendung billigt. Auch wenn es sich bei der Schaum- sklerosierung mangels spezifischer aktueller Zulassung um einen Off-Label-Use handelt, so kann man gleichwohl davon ausgehen, dass es sich im Hinblick auf die bestehenden Studien, die ausgedehnten Erfahrungen und die Ergebnisse der Konsensuskonferenzen um einen offiziellen Standard handelt.“...

Aus der Literatur

  • Endovenöse Laserablation der anterioren akzessorischen Vena saphena magna: Beseitigung des saphenafemoralen Refluxes bei Erhalt der Vena saphena magna

    Die endovenöse Laserablation (EVLA) der Vena saphena magna (VSM) ist sicher und wirksam (1). Bei einigen Patienten mit Krampfadern kann der Reflux jedoch nur im anterioren akzessorischen Zweig der Vena saphena magna (AAVSM) bei intakter VSM auftreten. Diese Studie untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit der EVL A des AAVSM unter Erhalt der VSM bei Patienten mit isoliertem Krossen- und A AVSM-Reflux...

  • EndovenöseTherapien von Varizen der unteren Extremitäten: eine Meta-Analyse

    Eine Veneninsuffizienz der unteren Extre- mitäten tritt bei rund 15 % der Männer und 35 % der Frauen auf. Die Therapie von Varizen reduziert die Symptome und die Komplikationsrate der Veneninsuffizienz. Der übliche Goldstandard in der Behandlung von Saphena-Varizen besteht im Stripping mit oder ohne hohe Ligatur. Die chirurgische Behandlung von Varizen erfolgt in der Regel unter Vollnarkose oder Epiduralanästhesie und kann mit neurologischen Schäden, Narben und postoperativem Schmerz assoziiert sein. Die 5-Jahres-Rezidivraten der Operation betragen rund 30 % respektive 50 % für GSV respektive SSV. Um Effektivität sowie HRQOL der Patienten zu verbessern und die postoperative Liegezeit, Komplikationen..

  • Intrakranielle venöse Hämodynamiken bei Multipler Sklerose

    Plaques bei Multipler Sklerose (MS) sind bekanntlich fokal und ausnahmslos venozentrisch; zudem haben MS-Läsionen und periphere Venenerkrankungen eine Reihe von Schlüsselcharakteristika gemeinsam. Deshalb wurde auch in der Vergangenheit eine Rolle des venösen Refluxes bei der komplexen MS-Pathogenese vermutet. Doch obwohl die Beziehung zwischen dem venösen System und MS-Läsionen evident zu sein scheint, ist bislang keine Information zu den intrakraniellen...

Kontakt
Impressum