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vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

2006  2007  2008  2009  2010  2011  

Ausgaben: 01/2010  02/2010  03/2010  04/2010  05/2010  06/2010  

Originalarbeiten

  • Lipödem und Liposuktion: Erfahrungen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)

    Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) sollte als sozialmedizinisches Beratungsorgan die Notwendigkeit therapeutischer Maßnahmen beurteilen. Anhand von MDK-Beurteilungen bezüglich der Liposuktion bei Patientinnen mit Lipödem zeigt sich jedoch, dass eine qualifizierte bzw. objektive Begutachtung in den meisten Fällen nicht stattfindet. Aufgrund eigener Erfahrungen muss geschlossen werden, dass in der Mehrzahl
    der Fälle bei den beurteilenden Ärzten keine ausreichenden Kenntnisse des Krankheitsbildes vorliegen. Zusätzlich werden wissenschaftliche Fakten und Angaben der aktuellen Leitlinien ignoriert.

    Häufig erfolgt eine Ablehnung der Kostenübernahme allein mit der Begründung, dass die konservativen Maßnahmen nicht ausgeschöpft seien. Dadurch wird den Betroffenen die notwendige und Leitlinien-gerechte operative Behandlung und somit eine Besserung ihrer Krankheit und ihrer Beschwerden vorenthalten.

  • Vacuum-Assisted-Closure (V.A.C. ®)- Therapie eines posttraumatischen, großflächigen Ulcus cruris bei Lipolymphödem des Unterschenkels

    Chronische Unterschenkelulzerationen stellen einen häufigen Behandlungsgrund in der Dermatologie dar. Insbesondere in Kombination mit dem Auftreten von Lip- und Lymphödemen sollten alle therapeutischen Möglichkeiten zur Wundsäuberung und Steigerung der Granulation Anwendung finden. Die Vakuum-assistierte (V.A.C.
    ®)-Wundbehandlung gilt dabei als eine etablierte Behandlungsmethode im Rahmen konservativer sowie prä- und postoperativer Vorgehensweisen. Neben der spezifisch dermatologischen Lokaltherapie und adjuvanter physikalischer/physiotherapeutischer Be-
    handlung kann diese zusätzliche Methode Wundheilungsprozesse deutlich positiv beeinflussen. Über den aktuellen Fall einer 52-jährigen Patientin mit posttraumatischem Ulcus cruris bei Lipolymphödem und erfolgreicher V.A.C. ®-Therapie wird berichtet.

Fortbildung

  • Verordnung von Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie

    Die Verordnung von medizinischen Kompressionsstrümpfen und Apparaten zur Kompressionstherapie wird im Hilfsmittelverzeichnis nach § 128 SGB Vin der Produktgruppe 17 geregelt. Die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam erstellen das Hilfsmittelverzeichnis, in dem die von der Leistungspflicht umfassten Hilfsmittel aufgeführt sind. Vor Erstellung und Fortschreibung des Verzeichnisses wird den Spitzenorganisationen der betroffenen Leistungserbringer und Hilfsmittelhersteller sowie den Interessenvertretungen der Patienten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Die Stellungnahmen werden in die Entscheidung einbezogen. Das Hilfsmittelverzeichnis wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Aus der Literatur

  • Venenklappeninsuffizienz und Reflux in der Kindheit

    Die chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) bei Kindern und Heranwachsenden ist eine sehr
    früh beginnende Erkrankung. Sie kann mit ihrer Epidemiologie und dem Vererbungscharakter erklärt werden. Der venöse Reflux ist ein herausragender Indikator ihrer Entwicklung.

    Obwohl die Echodoppler-Untersuchung ein gängiges Verfahren ist, sind das Auftreten
    klinischer Zeichen, wie kleine Varizen, weiterhin als Vorzeichen der CVI zu deuten. Die prospektive Studie aus Bochum (Bochum-I-Studie, 1982), in der 740 Schüler gleichen Alters untersucht wurden, zeigte bei den jüngeren Schülern einen...

  • Compliance hinsichtlich der Kom- pressionstherapie bei Patienten mit floridem Ulcus cruris venosum

    Eine Kompressionstherapie erhöht die Abheilungsraten bei Ulcus cruris venosum im Vergleich zu fehlender Kompression (3). Im klinischen Alltag wird eine Kompressionstherapie jedoch von den Patienten oft nicht konsequent durchgeführt.
    Mithilfe einer Querschnittsuntersuchung haben wir erfasst, wie viele Patienten mit floridem Ulcus cruris venosum (sowohl mit epifaszialer Varikosis als auch mit postthrombotischem Syndrom) sich zum Dokumentationszeitpunkt daran gehalten hatten. Die Patienten waren ausreichend...

  • Kompressionstherapie aus Patientensicht

    Die Kompressionstherapie gilt als wesentlicher Eckpfeiler in der phlebologischen und lymphologischen Therapie. Sie kann dabei allein oder in Kombination mit anderen Therapieverfahren eingesetzt werden, z.B. der Varizenchirurgie, der endoluminalen thermischen Therapie oder der Sklerosierungstherapie. Es sind verschiedenste Arten der
    Kompressionstherapie im Gebrauch - Kurzzugbinden, Mehrlagenverbände, Verbandskompressionsstrümpfe und medizinische Kompressionsstrümpfe unterschiedlichster Qualitäten und Kompressionsklassen. ...

  • Indikationen für die Kompressions- therapie bei venösen und lymphati- schen Erkrankungen

    Zweck der Arbeit war ein Überblick über publizierte Literatur zur Kompressionstherapie in der Behandlung venöser und lymphatischer Erkrankungen. Es wurden jene Gebiete hervorgehoben, für welche verlässliche Evidenz bezüglich einer gerechtfertigten Verwendung von medizinischer Kompression besteht und jene, für die noch weitere Forschungen erforderlich sind, um Grauzonen zu beseitigen.

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