Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine der wichtigsten Gründe für Morbidität und Mortalität bei Krebspatienten und repräsentiert die zweithäufigste Todesursache unter diesen Bedingungen. Die schon lange bekannte Verbindung von Krebs und VTE beinhaltet venöse Stase, erhöhte Hyperkoagulabilität und Endothelschädigung, üblicherweise als Virchow Trias bezeichnet. Krebszellen können Thrombose induzieren, indem sie verschiedene komplexe prothrombotische Wege triggern: prokoagulante Effekte von Tissue-Faktoren, die von Tumorzellen exprimiert werden, die Freisetzung von Zytokinen, die Hemmung der Fibrinolyse und die Überexpression von membranständigen Adhäsionsmolekülen (1). Diese prothrombotischen Eigenschaften von Tumorgewebe wirken mit bei der Hyperkoagulabilität bei Krebspatienten.
Archiv
vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen
Kongress
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Risiko und Management der venösen Thromboembolie bei Karzinompatienten
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Diagnose der tiefen Venenthrombose und der Lungenembolie
Die tiefe Venenthrombose (TVT) und die Lungenembolie (PE) sind häufig vorkommende Erkrankungen, die zu fatalen Komplikationen führen können, wenn sie unbehandelt bleiben. In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedene diagnostische Tools und Algorithmen aufwendig validiert. Bei Patienten mit einer ersten Episode klinisch suspekter TVT hat sich ein diagnostischer Algorithmus mit klinischer Wahrscheinlichkeit (CDR), ein D-Dimer- Test und ein Kompressionsultraschall als sicher und effizient herausgestellt für das Diagnosemanagement der TVT der unteren Extremitäten mit niedrigen (<1 %) Drei- Monats-Rezidivraten der VTE bei Patienten mit normalen Testergebnissen.
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Orale Antikoagulanzien – Was gibt es Neues?
Venöse Thromboembolien (VTE) spielen in allen Fachgebieten der Medizin eine große Rolle, und verschiedene Arten gerinnungshemmender Medikamente werden zur Prophylaxe eingesetzt. Heparine und Fondaparinux müssen parenteral verabreicht werden. Als oral verabreichbare Antikoagulanzien waren bisher ausschließlich Vitamin-K-Antagonisten verfügbar. Trotz aller unbestrittenen Erfolge mit diesen konventionellen Antikoagulanzien sind Verbesserungen hinsichtlich der Restthromboseraten, des Nutzen-Risiko-Profils und der Darreichungsform erforderlich.
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Das PARIS-2-Register – prophylaktische Antikoagulation mit Certoparin in intermediärer Dosis bei Schwangerschaften mit erhöhtem vaskulären Risiko
Schon seit mehr als 100 Jahren ist bekannt, dass im Gefolge von Schwangerschaften ein postthrombotisches Syndrom auftreten kann. Wegen des ursächlichen Zusammenhangs mit Schwangerschaft und Geburt wurde dieses Phänomen – nachzulesen im Deutschen Wörter-buch der Gebrüder Grimm – ‚Kindsfuß‘ genannt. Unter einem ‚kindsfusz‘ verstand man zu dieser Zeit einen ‚dicken fusz mit geschwollnen adern, den schwangere manchmal bekommen und nicht selten behalten'.
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Orale Antikoagulation: Welchen Stellenwert hat eine genetische Testung?
Cumarine wie Marcumar oder Warfarin werden seit vielen Jahrzehnten als orale Antikoagulanzien zur Therapie und Prophylaxe venöser und arterieller thromboembolischer Erkrankungen genutzt. Der Einsatz dieser Pharmaka wird allerdings durch ihr enges therapeutisches Fenster sowie die breite interindividuelle Varianz in der Dosierung erschwert. Neben den Faktoren Alter, Geschlecht und Körpergröße konnten vor wenigen Jahren genetische Faktoren als Hauptursache für diese Dosisvariationen identifiziert werden.
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Individuell maßgeschneiderte Dauer der Kompressionsstrumpf- Therapie in Relation mit der Inzidenz des postthrombotischen Syndroms
Die Therapie mit Medizinischen Kompressionsstrümpfen (MKS) über zwei Jahre nach einer akuten tiefen Venenthrombose (TVT) reduziert – so hat man beobachtet – das Auftreten des postthrombotischen Syndroms (PTS) um fast 50 % (1, 2). Es ist unklar, ob alle Patienten die MKS-Therapie für diese ganze Zeit benötigen. In einer prospektiven Managementstudie haben wir deshalb untersucht, ob eine individuelle Verkürzung der Dauer der MKS-Therapie nach einer initialen Kompressionstherapie von sechs Monaten im Anschluss an eine akute TVT geeignet ist, ohne die Inzidenz des PTS zu erhöhen. Gleichzeitig haben wir versucht, Risikofaktoren für das PTS herauszufinden, die dabei helfen könnten, Patienten zu selektieren, die möglicherweise mehr von einer längeren MKS-Therapie profitieren
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Thromboembolien bei Kindern mit nephrotischem Syndrom – schlimmer als wir gedacht haben
Während das Nephrotische Syndrom (NS) als ein Risikofaktor für Thrombosen akzeptiert wird, ist wenig bekannt über normalen Verlauf, Behandlung und Outcome von thromboembolischen Ereignissen (TE) bei Kindern mit NS. Ziele dieser retrospektiven
Fall-Kontrolle waren die Identifikation von Charakteristika, die für TE bei NS prädisponieren, sowie die Überprüfung von Management und Outcome. Die Thrombose-Datenbank des Hospital for Sick Children identifizierte zwölf Fälle von NS und TE zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 31. Dezember 2008. Die Fälle wurden mit zwölf Kontrollproben verglichen, die
histologischen Varianten von NS und der Krankheitsdauer zugeordnet waren. -
Thromboembolien bei Tumorpatienten: Volle oder halbtherapeutische Dosierung in der Langzeittherapie?
Thrombosen sind häufig, gerade bei Tumorpatienten. Die aktuelle AWMF-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Bein- und Beckenvenenthrombosen und Lungenembolien empfiehlt die initiale Antikoagulation mit einem niedermolekularen Heparin. Am ersten oder zweiten Therapietag soll bereits mit der Umstellung auf einen oralen Vitamin-K-Antagonisten begonnen werden. Bei den Studien, die dieser Empfehlung zugrunde liegen, waren onkologische Patienten jedoch in der Regel ausgeschlossen. Dieses Standardvorgehen
ist für Tumorpatienten aus vielen Gründen ungeeignet (Tab. 1). Eine Therapie mit oralen Vitamin-K-Antagonisten ist bei onkologischen Patienten deutlich schwieriger einstellbar, und klinische Untersuchungen belegen, dass Tumorpatienten unter oralen Vitamin-K-Antagonisten häufiger bluten, aber auch mehr Rethrombosen entwickeln als Nicht-Tumorpatienten
Abrechnungstipps
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IGeL bei erweiterten Kapillargefäßen der Haut
Insbesondere in den sichtbaren Hautarealen werden Erweiterungen der Kapillargefäße als störend empfunden. Die vasomed gibt Hinweise zur Abrechnung der Behandlung von Teleangiektasien der Haut als IGeL. Erweiterungen der Gefäße im Hautbereich bilden sich bei den meisten Menschen im Laufe des Lebens, bei Frauen mehr als bei Männern. Diese Gefäßerweiterungen werden als kosmetisch störend empfunden.
Originalarbeiten
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Tumor und Thrombose – Indikationen von niedermolekularem Heparin in der Onkologie und Hämatologie
Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine häufige und potentiell lebensbedrohliche Komplikation maligner Erkrankungen. In der Prophylaxe und Therapie des Trousseau Syndroms spielt das niedermolekulare Heparin (NMH) eine zentrale Rolle: Bei tumorchirurgischen und hospitalisierten internistisch-onkologischen Patienten gilt der Nutzen einer medikamentösen VTE-Prophylaxe mit NMH als gesichert. Ebenso wird die längerfristige Antikoagulation mit NMH in den Leitlinien internationaler Fachgesellschaften als Standardtherapie der tumorassoziierten VTE empfohlen. Trotz einiger verheißungsvoller Studienergebnisse bleiben der Nutzen einer VTE-Primärprophylaxe bei ambulanten Krebspatienten und die Rolle von NMH in der Tumortherapie dagegen unklar
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Antikoagulation – zukünftige parenterale Konzepte
Ein funktionierendes Blutgerinnungssystem ist einerseits überlebensnotwendig, andererseits in der Pathogenese lebensbedrohlicher Erkrankungen, wie dem akuten Koronarsyndrom, entscheidend. Bei der Therapie des akuten Koronarsyndroms ist die medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung ein zentraler Pfeiler. Prinzipiell werden Thrombozytenaggregationshemmer von Antagonisten der plasmatischen Gerinnung unterschieden. In der Akutsituation kann es Vorteile haben, die erforderlichen Medikamente parenteral verabreichen zu können, da die orale Gabe oft nicht zuverlässig oder aufgrund des bereits eingeschränkten Zustandes des Patienten nicht mehr möglich ist. Neuentwicklungen intravenös applizierbarer Gerinnungshemmer werden in diesem Artikel kritisch beleuchtet.
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Die Reisethrombose: Inzidenz, Pathophysiologie und Prävention
Langes Reisen in beengter Sitzposition kann mit dem Auftreten thromboembolischer Ereignisse assoziiert sein. Langstreckenreisen mit Flugzeug, Bahn, Bus oder PKW erhöhen das Gesamtrisiko um das zwei- bis vierfache. Eine Reisethrombose betrifft fast ausschließlich Personen mit Risikofaktoren wie Alter über 60 Jahre, Thrombophilie, anamnestische Thromboembolie, Varikositas, Adipositas, Einnahme von Ovulationshemmern und Reisedauer über zwölf Stunden. Mögliche externe Faktoren wie eine verkrampfte Sitzposition, Hypoxie und Dehydrierung werden diskutiert. Je nach Risikoprofil werden Kompressionsstrümpfe ohne bzw. mit kombinierter medikamentöser Prophylaxe (vor allem niedermolekulare Heparine) empfohlen.
Fortbildung
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Vaskulitis

Der Begriff Vaskulitis beschreibt die Entzündung der Gefäßwand sowie deren nachfolgende
Schädigung. Die Einteilung der primären systemischen Vaskulitiden erfolgt heute meist entsprechend der Klassifikation der Chapel-Hill-Konsensuskonferenz und orientiert sich an dem anatomischen Durchmesser der betroffenen Gefäße. So ergibt sich eine Unterteilung der Vaskulitiden entsprechend der Beteiligung der großen, mittelgroßen und kleinen Gefäße. Als sekundär werden Vaskulitiden bezeichnet, die im Rahmen von anderen Grunderkrankungen auftreten.
Aus der Literatur
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Ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen für einen halben Tag genauso effektiv wie das Tragen für einen ganzen Tag?
Obwohl Studien zeigen, dass es eine gute Evidenz für die Verwendung von Kompression bei einigen klinischen Indikationen gibt, ist noch viel zu erforschen. Wenngleich es generell akzeptiert ist, dass der therapeutische Erfolg in direkter Beziehung mit der Qualität der Kompressionstherapie steht, ist deren nachhaltige und präzise Anwendung eine permanente Herausforderung für das medizinische Personal. Das Ziel der Arbeit war zu evaluieren, ob das Tragen von Kompressionsstrümpfen (KS) während nur eines Teils des Tages bei der Reduktion von abendlichen Ödemen helfen würde bei Patienten mit klinischen, epidemiologischen, anatomischen und physiopathologischen
(CEAP) Klassifikationen 0 und 1. -
Ultraschall des Suralnerves: Ultraschallanatomie und Untersuchungsrationale
Die Sichtbarmachung von Nerven ist durch hochauflösende Ultraschallsonden (10/14/18 MHz) verbessert. Unter den Nerven der unteren Extremität sind der Ischiasnerv und seine abzweigenden Äste (tibial und peroneal) schon beschrieben worden. Trotzdem ist die Ultraschallvisualiserung des Suralnerves (SuN), der sich in engem Kontakt zu Teilen der Vena saphena minor (SSV) befindet, noch nie das Objekt einer dedizierten Studie gewesen.
Wegen dieser Nähe zur SSV besteht ein Verletzungsrisiko des SuN bei einer Dissektion der saphenopoplitealen Einmündung, einem Stripping, einer Phlebektomie oder einer thermalen Ablation der SSV. Eine Sichtbarmachung des SuN vor einem chirurgischen oder endovaskulären Eingriff könnte helfen, diese unerwünschte Folge zu verhindern. Der Nerv besteht aus zwei Ästen (tibial und peroneal), die an verschiedenen Beinhöhen eintreten, um den endgültigen SuN zu formen. Der tibiale Ast (Nervus cutaneus medialis surae, MSCN) geht aus dem Tibialnerv hervor und verläuft parallel zur SSV im Bindegewebe der Furche der beiden Köpfe des Musculus gastrocnemius, auf der Vorderseite und außerhalb des SSV-Kompartments.
Aus der Literatur (Sklerotherapie)
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Veränderung der venösen Funktion nach Schaumsklerosierung der Varikosis
Die Schaumsklerosierung hat sich in den letzten Jahren als effektive, kostengünstige und sichere Möglichkeit der Varizenbehandlung etabliert. Dadurch wurde das Indikationsspektrum der Sklerotherapie erheblich erweitert. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die klinischen Ergebnisse zu bewerten und die hämodynamischen Veränderungen nach der Behandlung darzustellen.
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Sklerotherapie von Teleangiektasen und retikulären Venen: Eine doppelblinde, randomisierte Vergleichsstudie zwischen Polidocanol, Sodiumtetradecylsulfat und isotonischer Kochsalzlösung (EASI-Studie)
Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit und Sicherheit von Polidocanol (POL, Aethoxysklerol) im Vergleich zu Sodiumtetradecylsulfat (STS, Sotradecol, zugelassen in den USA) und isotonischer Kochsalzlösung (Placebo) zur Sklerotherapie von Teleangiektasen und retikulären Venen zu ermitteln. Die Prüfärzte und zwei unabhängige medizinische Experten bewerteten den Behandlungserfolg mit Hilfe von standardisiert aufgenommenen digitalen Bildern. Weitere Parameter der Studie war die Bestimmung der Patientenzufriedenheit und ein detailliertes Sicherheits-Monitoring.