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vasomed - Die Fachzeitschrift für Gefäßerkrankungen

2006  2007  2008  2009  2010  2011  2012  

Ausgaben: 01/2010  02/2010  03/2010  04/2010  05/2010  06/2010  

Dreiländertagung Gefäßchirurgie

  • Versorgungslage und Behandlungskonzepte lymphologisch erkrankter Patienten in der Schweiz

    In der Schweiz gibt es zurzeit circa 25.000 Patienten mit einem Lymphödem. Die Dunkelziffer wird auf rund 4000 Patienten geschätzt, kann aber auch deutlich darüber
    liegen. Die Problematik ist, dass viele Patienten, die ein Lymphproblem haben, nicht
    zum Arzt gehen oder zum Teil falsch diagnostiziert und falsch behandelt werden. Hier
    vergleicht sich die Schweiz mit deutschen Verhältnissen vor etwa vier bis fünf Jahren.
    Auch hier wurden häufig falsche Diagnosen gestellt mit der Folge, dass das Lymphödem unerkannt blieb. Die Gemüder Ersatzkasse hat für die BRD im Heilmittelreport 2008 belegt, dass 75 % aller Mammakarzinom-Patienten, die ein Lymphödem entwickelt haben, falsch oder gar nicht behandelt werden.

  • Die Femoralarterie erfolgreich rekanalisieren: State of the art

    Neue Technologien, wie Paclitaxel beschichtete Stents und Ballons, machen die endovaskuläre Rekanalisierung der Arteria femoralis superficialis (AFS) in Zukunft häufiger zur Therapie der Wahl. Aktuelle Studien zeigen ihre Überlegenheit gegenüber unbeschichteten Stents oder der konventionellen Ballondilatation hinsichtlich Sicherheit und Effektivität.

  • Häufigkeit und klinische Bedeutung der „Non-Response“ auf Acetylsalizylsäure bei PAVK-Patienten

    Die Bedeutung der Medikation von Acetylsalizylsäure (ASS) zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen sowie zur adjuvanten Gabe nach vaskulärer Rekonstruktion ist allgemein anerkannt. Relativ unbeachtet ist das Auftreten von ASS-Non-Respondern, bei denen laborchemisch eine signifikant verminderte Wirksamkeit des ASS auf die Thrombozytenaggregation nachgewiesen werden kann. Bei kardiologischen Patienten wird die Häufigkeit mit bis zu 75 % angegeben und hierin eine Ursache für eine erhöhte Rate von Reinfarkten, Stentthrombosen und Verschlüssen gesehen. Dagegen lassen sich für PAVK-Patienten nur wenige Studien finden, die Häufigkeit und Bedeutung für dieses Patientenkollektiv beschreiben. Die Mechanismen, welche zu einer unzureichenden Hemmung der Thrombozytenaggregation unter ASS führen, sind bislang nur ungenügend geklärt. Auch existiert momentan kein Konsensus über die optimale Methode zur Erkennung der  Non-Response.

  • POLYMEM® Wundverband in Kombination mit V.A.C.®-Therapie: Die „Wiener“ Methode

    Aufgrund eines gehäuften Auftretens chronischer Wunden und Wundinfektionen an unserer Abteilung mit der Notwendigkeit langwieriger, zeitaufwendiger Therapie evaluierten wir eine neue Kombinationstherapie hinsichtlich Optimierung der Wundheilung bis zu einem Wundverschluss, Erleichterung des Verbandwechsels im klinischen Alltag, sowie Patientenzufriedenheit.

Abrechnungstipp

  • GOÄ-Tipp: Abrechnung „über Ecken“ – Duplex-Sonographie

    Bei der Abrechnung von Duplex-Sonographien ist die bestmögliche Abrechnung „über Ecken“ zulässig.

    Das Problem ist, dass der Zuschlag nach Nr. 401 nicht neben der Dopplersonographie von Extremitätengefäßen (Nr. 644 GOÄ) abgerechnet werden kann.

     

    Ebenso ist der Zuschlag für die Frequenzspektrumanalyse (Nr. 404 GOÄ, 14,57 Euro) nicht neben der Nr. 644 GOÄ berechenbar. Das gleiche „Schicksal“ wie die Nr. 644 GOÄ trifft auch andere Duplex-Sonographien, zum Beispiel von Penis- und Skrotalgefäßen (Nr. 1754 GOÄ).

Aus der Literatur (Lymphödem)

  • Diagnose und Behandlung des primären Lymphödems: Konsenspapier der IUP 2009

    Beim chronischen Lymphödem handelt es sich um eine progressive und gewöhnlich schmerzfreie Schwellung der Gliedmaßen oder Genitalien als Folge einer verminderten Transportkapazität des lymphatischen Systems.

    Das primäre Lymphödem wird durch einen intrinsischen „Defekt“ oder eine Fehlfunktion der die Lymphe ableitenden Elemente aufgrund einer genetisch bestimmten Anomalie der Lymphdrainage verursacht.

  • Englischer Originalbeitrag: Diagnosis and Treatment of Primary Lymphedema: Consensus Document of the International Union of Phlebology (IUP) 2009

    Chronic lymphedema is a progressive and usually painless swelling of the limbs or genitals that is the result of decreased transport capacity of the lymphatic system.

    Primary lymphedema is caused by an intrinsic "defect" or a malfunction of the lymph conducting elements due to a genetically determined abnormality of lymph drainage.

    The majority of primary lymphedema are due to inborn abnormalities of the lymphatic System, the most common of which is a truncular lymphatic malformation with an irregular or abnormal structural development caused by abnormal (mutant) genes: hypoplasia, aplasia, numerical hyperplasia, or dilation (lymphangiectasia) with valvular incompetence.

  • Inzidenz, Behandlungskosten und Komplikationen von Lymphödemen nach Mammakarzinom bei Frauen im arbeitsfähigen Alter: eine zweijährige Follow-up-Studie

    Lymphödeme der oberen Extremitäten sind eine der gefürchtetsten Folgen von Mammakarzinomen. Die in der Fachliteratur angegebene Inzidenz von Lymphödemen unter Überlebenden von Mammakarzinomen reicht von 4-56 % (1-3). Obwohl der psychosoziale Einfluss von Lymphödemen in der Fachliteratur hinreichend dokumentiert ist (2, 4-6), ist wenig über die ökonomische Last von Lymphödemen bei Brustkrebspatientinnen bekannt. In dieser von der American Cancer Society finanzierten Studie verwendeten Shih und Kollegen die Daten von Verwaltungsansprüchen zur Abschätzung der medizinischen Kosten von Lymphödemen in Zusammenhang mit Brustkrebs (breast cancer-related lymphedema - BCRL) (7).

  • Englischer Originalbeitrag: Incidence, treatment costs, and complications of lymphedema after breast cancer among women of working age: a two-year follow-up study

    Upper extremity lymphedema is one of the most dreaded sequelae of breast cancer. Incidence of lymphedema reported in the literature ranged from 4 % to 56 % among breast cancer patients (1-3). Although the psychosocial impact of lymphedema has been well documented in the literature (2, 4-6), little is known about the economic burden of lymphedema among patients with breast cancer. In this study funded by the American Cancer Society, Shih and colleagues used administrative claims data to estimate medical costs of breast cancer-related lymphedema (BCRL) (7).

Originalarbeiten

  • Indikationen der V.A.C.®-Therapie bei der Behandlung von postoperativen Wundheilungsstörungen nach alloplastischer Bypassimplantation: Eine modifizierte Klassifikation

    Postoperative Wundkomplikationen treten in der Gefäßchirurgie in bis zu 20 % auf,
    in bis zu 6 % kommt es zu einem tiefen Wundinfekt. Prädisponierende Faktoren für das Auftreten einer Wundheilungsstörung sind neben der Lokalisation des Zugangsweges (Inguinalinzision) vornehmlich das Alter mit reduziertem Ernährungs-
    und Allgemeinzustand und die oftmals erheblichen Begleiterkrankungen (u.a. Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit). Insbesondere nach Verwendung alloplastischen Materials kommt postoperativen  Wundheilungsstörungen aufgrund der Gefahr eines sich hieraus entwickelnden  Protheseninfektes eine besondere Bedeutung zu. Nicht nur das hämodynamische  Revaskularisationsergebnis ist gefährdet, darüber hinaus sind auch die betroffene  Extremität und das Leben des Patienten unmittelbar bedroht. Neben der  Explantation des infizierten Grafts und nachfolgendem In-situ-Rekonstruktion beziehungsweise extraanatomischer, aseptischer Umgehung kommt bei femorodistalen Protheseninfektionen auch eine transplantaterhaltende Behandlung in Betracht. Seit der Erstbeschreibung im Jahre 2001 von Demaria über die  Behandlung einer inguinalen Wundheilungsstörung nach Bypassimplantation mittels V.A.C.®-Therapie hat die Methode zwischenzeitlich auch für diese Indikation eitere Verbreitung und Akzeptanz gefunden. Bislang existiert jedoch kein allgemein akzeptierter Algorithmus für den Einsatz der Vakuumversiegelung bei peripheren Gefäßprotheseninfektionen. Anhand einer modifizierten Klassifikation perivaskulärer Infektionen wird ein Konzept zur stadiengerechten Therapie vorgestellt.

  • Marfan, Stary, Vuong und andere mikroskopische Aspekte der operierten Aorta ascendens

    Hintergrund: Zur Klärung der Ätiopathogenese verschiedener Aortenerkrankungen wurden bei gefäßchirurgischen operativen Eingriffen Aortenproben entnommen und histopathologisch systematisch aufgearbeitet.
    Patienten und Methoden: Im Rahmen einer Pilotstudie wurden 38 Aortenproben aus dem Operationsgut einer gefäßchirurgischen Universitätsklinik histopathologisch untersucht.
    Ergebnisse: In neun Fällen (23,7 %) prägten atherosklerotische Veränderungen das Bild; 13 Fälle (34,2 %) zeigten Mediaerkrankungen; in einem Fall (2,6 %) lag ein Aneurysma spurium vor. In siebenFällen (21,1 %) sah man überlappende histopathologische Bilder.
    Schlussfolgerung: Histopathologische Untersuchungen der Aorta bringen wichtige Erkenntnisse zur Ätiopathogenese der Aortenerkrankungen.

Fortbildung

  • Grundsätzliche OP-Techniken und Qualitätsstandards bei der Varizen-Operation

    Nach wie vor ist die Varizenoperation mit deutschlandweit über 300.000 Eingriffen pro Jahr die am häufigsten gewählte Option zur invasiven Behandlung der Varikosis. Im Vergleich zu konkurrierenden Verfahren, deren Anwendung auf ein selektioniertes Krankengut mit anatomischer Eignung beschränkt ist, kann die operative Behandlung fast universell zum Einsatz kommen.

     

    CME-Zertifizierung ist in der Zeitschrift vasomed möglich.

Aus der Literatur

  • Pharmakologische Wirkstoffe bei der Behandlung von Venenerkrankungen: ein Update der verfügbaren Belege

    Die Behandlung von Patienten mit Symptomen oder Komplikationen chronischer Venenerkrankungen stellt eine bedeutende Ursache für die Kosten im Gesundheitswesen von Industrieländern dar. Obwohl viele effektive traditionelle und endovenöse Interventionen zur Behandlung von venösem Reflux in den oberflächlichen Venen verfügbar sind, sind einige Patienten entweder nicht für eine Behandlung geeignet, wünschen keine Behandlung oder weisen trotz Intervention Restsymptome auf. Die Kompressionstherapie kann eine effektive Methode darstellen, doch die Compliance ist häufig schlecht. Aus diesen Gründen scheint eine medikamentöse Behandlung von Venenerkrankungen eine attraktive Möglichkeit zu sein. Ziel dieser Studie war die Überprüfung der vorliegenden Belege für die große Zahl von natürlichen und synthetischen Wirkstoffen, die für die Behandlung von Venenerkrankungen vorgeschlagen wurden.

  • Das postthrombotische Syndrom

    Einführung und Pathophysiologie

    Nach einer Episode einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) entwickeln bis zur Hälfte aller Patienten innerhalb der nächsten beiden Jahre ein postthrombotisches Syndrom (PTS) (1). Das PTS verursacht häufig Einschränkungen, verringert die Lebensqualität der betroffenen Patienten und ist äußerst kostenintensiv. Die Pathophysiologie von PTS ist komplex und noch nicht vollständig geklärt. Die Kombination einer venösen Hypertonie mit sowohl einer hämodynamischen als auch inflammatorischen Erkrankung des Mikrogefäßsystems wird als ausschlaggebend betrachtet.

  • Das oberflächliche Venensystem der unteren Extremität – neue Nomenklatur

    Die schnelle Entwicklung und starke Verwendung der Duplexsonographie von Venen der unteren Extremitäten, die Entwicklung der Katheter-Thrombolyse, der mechanischen Thrombektomie, der Anwendung von Venenstents, der endovenösen Behandlung von Varizen zusammen mit der Einführung der CEAP-Klassifikation bringen die Notwendigkeit besserer anatomischer Kenntnisse der Nomenklatur der Venen in den unteren Extremitäten mit sich.

Aus der Literatur (Sklerotherapie)

  • Visuelle und neurologische Störungen nach der Injektion von sklerosierendem Schaum

    Das Problem kann in einem Satz zusammengefasst werden: Welche neurologischen Risiken bringt die Schaumsklerotherapie (foam sclerotherapy - FS) mit sich? Bei den neurologischen Störungen müssen wir zwischen visuellen Störungen und zerebrovaskulären Ereignissen unterscheiden.

  • Sklerotherapie mit flüssigen Sklerosierungsmitteln versus Schaum

    Dieser Artikel überprüft die publizierten klinischen Studien, in denen die Ergebnisse der Schaumsklerotherapie (F) mit denen der Sklerotherapie mit flüssigen Mitteln (L) bei der Behandlung von primären Varizen der unteren Extremitäten verglichen wurden. Im April 2009 wurden systematische Recherchen in elektronischen Datenbanken und eine manuelle Recherche durchgeführt, um relevante veröffentlichte Studien zu identifzieren.

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